Siemens gewinnt US-Ausschreibung zum Bau von Lokomotiven

Der Münchner Konzern Siemens erhält den Zuschlag zum Bau von Lokomotiven in den USA. Dadurch setzt sich das deutsche Unternehmen gegen den Konkurrenten Caterpillar durch. Für Siemens bedeute der Auftrag einen guten Einstieg in den US-Markt, so ein Sprecher.

Der Münchener Siemens-Konzern hat im Wettstreit mit Konkurrent Caterpillar den Zuschlag für einen Lok-Auftrag in den USA erhalten. Caterpillar kündigte Beschwerde gegen diese Entscheidung an. Wie Siemens am Dienstag mitteilte, erteilten die Verkehrsministerien der fünf US-Bundesstaaten Illinois, Kalifornien, Michigan, Missouri und Washington dem Münchener Konzern den Auftrag über die Lieferung von 32 Passagierlokomotiven im Gesamtvolumen von rund 165 Millionen Euro. Die Loks sollen ab Herbst 2016 bis Mitte 2017 ausgeliefert werden. Die Bestellung schließt zudem die Option über weitere 225 Lokomotiven ein.

„Für Siemens bedeutet dieser Auftrag den Einstieg in den US-Markt für dieselelektrische Lokomotiven“, betonte Jochen Eickholt, Vorstand der Siemens-Sparte Rail Systems. Den Protest von Caterpillar sieht das Siemens-Management gelassen. Es gebe eine offizielle Auftragsfreigabe und einen rechtsgültigen Vertrag.

Bereits Ende 2013 hatte das Illinois Department of Transportation (IDOT), das im Auftrag der übrigen Bundesstaaten die Bestellung koordiniert, seine Absicht bekanntgegeben, den Auftrag mit Siemens weiter voranzutreiben. Schon dagegen hatte Caterpillar Beschwerde eingelegt, die allerdings abgelehnt wurde. Nun will der US-Konzern in die nächste Instanz gehen. Der Baumaschinen- und Motorenhersteller argumentiert, IDOT habe die abgegebenen Angebote unfair ausgewertet und die Auswahlkriterien aufgeweicht.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.