Lokführer bekommen lebenslangen Schutz bei Trauma

Traumatisierte Lokführer – die zum Beispiel einen Selbstmord miterlebten – erhalten 100 Prozent Entgeltschutz oder eine Abfindung von der Deutschen Bahn. Damit will die Bahn einen Streik ihrer Lokführer verhindern.

Die Streikgefahr bei der Deutschen Bahn ist gebannt. Der Staatskonzern und die Gewerkschaft GDL verständigten sich am Donnerstagabend nach monatelangem Tauziehen auf eine umfangreiche Absicherung für berufsunfähige Lokführer. Vereinbart wurden nach Bahn-Angaben unter anderem ein 100-Prozent-Entgeltschutz für traumatisierte Lokführer. Diejenigen, die in Folge von Traumatisierung, Arbeits- oder Freizeitunfällen dauerhaft ihre Eignung als Lokführer verlieren, könnten künftig zwischen der berufslebenslangen Beschäftigungssicherung und einer Abfindung wählen. Der Tarifvertrag soll am 1. April in Kraft treten. Die jeweiligen Gremien von Gewerkschaft und Unternehmen müssen noch zustimmen.

Die GDL, die rund 20.000 Lokführer vertritt, hatte einen umfassenden Schutz für Lokführer verlangt, die aus psychischen Gründen ihren Beruf nicht mehr ausüben können – zum Beispiel, wenn sie Selbstmord auf Schienen miterleben mussten. Die Bahn hat zugesichert, auf Kündigungen aus Gesundheitsgründen zu verzichten, den Mitarbeitern andere Arbeitsplätze im Konzern anzubieten und ihnen, wenn gewünscht, über Abfindungsangebote ein Ausscheiden zu erleichtern.

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  1. Harry sagt:

    Und der DBB fordert für Beamte mit erworbener Aktenstauballergie eine lebenslange Fortzahlung der Bezüge bis zum Tod.

    Ach so, das gibt es ja schon. Ich vergaß.