Gehirn-Gefängnisse sind Strafvollzug der Zukunft

Durch den Einsatz von psychotropen Drogen wird der Strafvollzug in nur wenigen Stunden vollzogen. Die Verurteilten glauben jedoch, sie waren 1.000 Jahre im Gefängnis.

Der Einsatz von Drogen zur Verkürzung des Strafvollzuges ist eine Idee, der sich Forscher der Universität Oxford angenommen haben. Sie arbeiten an futuristischen Technologien wie dem Einsatz von psychotropen Substanzen und dem „Gehirn-Transfer“ und wollen dafür sorgen, dass überfüllte Gefängnisse der Vergangenheit angehören.

Die Philosophin Rebecca Roache zieht die Möglichkeit in Betracht, das relative Zeitempfinden für den Strafvollzug nutzbar zu machen. Durch den Einsatz von Drogen könnten Verurteilte glauben, bis zu 1.000 Jahre im Gefängnis gesessen zu haben, obwohl es in Wirklichkeit nur ein paar Stunden waren, skizziert Roache die Theorie in einem Interview im Magazin Aeon.

Durch die Einnahme von LSD oder Pilzen kann es zu einer veränderten Wahrnehmung des Zeitgefühls kommen. Kann man diese Veränderung kontrollieren, könnte die Lebenszeit des Menschen in der eigenen Wahrnehmung um ein Vielfaches verändert werden.

Auch das Thema „Gehirntransfer“ wird für den praktischen Einsatz für die Justiz diskutiert. Unter Gehirn-Transfer versteht Roache den „upload“ des Gehirns auf einen Computer. Das ist ein Konzept, bei dem das Hirn eines Gefangenen auf einen Computer transferiert wird. Durch die Übertragung der Hirnfunktionen könnte ein Mensch theoretisch unendlich lange leben – und auch unendlich bestraft werden.

Der Kosmologe Stephen Hawking hat das Konzept des Gehirn-Transfers für möglich: „Ich denke, das Gehirn ist vergleichbar mit einem Programm im Geist. Es muss also theoretisch möglich sein, das Gehirn auf einen Computer zu kopieren und so eine Form von Leben nach dem Tod zu produzieren“, sagte Hawking im vergangenen Jahr in Cambridge einem Bericht des Guardian zufolge. Dies geht jedoch bislang weit über den heutigen Stand der Technik hinaus.

Die Schweiz hat derzeit große Probleme mit überbelegten Gefängnissen und will Straftäter sogar in Deutschland unterbringen. In den USA ist das Problem aber noch viel größer. Dort gibt es derzeit 2,4 Millionen Gefangene. Die Steuerzahler müssen deren Unterbringung und Ernährung mit jährlich 36 Milliarden Dollar bezahlen, berichtet die Seite Motherboard.

Es gebe aber eine große Anzahl an Straftätern, deren Gewalt sich vor allem gegen sich selbst richtet. Diese müssten nicht unbedingt im Gefängnis landen, argumentiert Roache: „Gefängnisse sind eine knappe Ressource und wir müssen zuerst die schlimmsten Straftäter einsperren.“

Kommentare

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  1. Alexander Klar sagt:

    Transhumanismus ist die letzte Konsequenz des Materialismus: alles wird auf eine rein materielle Basis herabgesenkt, auch die Sichtweise. Das ist die logische Konsequenz des Systems, welches wir leben bzw. realisieren. Wenn der Tunnelblick nur stark genug ausgeprägt ist, gibt es – logischerweise – keine Tiefe mehr.

    Die Arroganz der sog. Wissenschaftler, welche meinen, die Tiefe von Gottes Schöpfung in einen Taschenrechner pressen zu können, sollte für sich sprechen und deutliche Warnung an alle Menschen sein: hier dreht eine Elite vollkommen ab.

    Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang auch Google-Glass, fähigkeitserweiternde Gehirn-Implantate, der Traum vom ewigen Leben etc. – eben das ganze Sortiment des Transhumanismus … Der Mensch degradiert sich zur Maschine und die Individuen der Elite zu Maschinen-Göttern.

    Die letzte Konsequenz des Materialismus ist der Transhumanismus. Es ist die Religion der „Elite“, welche aber auch nur ein Produkt der Masse aller Menschen ist… Durch die Gefügigkeit von zu vielen Geschöpfen total an Realitätsverlust und Grössenwahn erkrankt.

  2. jnlc43@hotmail.com sagt:

    denke ich an die eu – und die willfährigkeit der europäischen politiker und bankster,, sowie an das fernsehprogramm, frage ich mich, was ich ausgefressen habe …, und wie lange ich noch „virtuell“ sitzen muss.

  3. Weedy sagt:

    Na schoen, dann fangen wir am Besten gleich damit an, die Schwerkriminellsten von allen zu bestrafen: Politiker und diverse Bankster etc.

  4. Roman sagt:

    Woher wissen wir mit absoluter Sicherheit, daß wir uns nicht schon alle selbst in einer derartigen Illusion befinden?
    Der Film „Matrix“ behandelt dieses Thema sehr anschaulich.

  5. lionheart sagt:

    bullshit. das gehirn produziert ja nicht das bewusstsein. das sollte eigtl. mittlerweile klar sein – trotzdem werden unliebsame fakten, die nicht in das materialistische weltbild passen einfach ausgeblendet.
    einen upload des gehirns wird es nicht geben. aber vielleicht bewusste inkarnationen in computer.

  6. Pomynonides sagt:

    Was für ein Blödsinn! Künstliche Intelligenz und Gehirnübertragung kann gar nicht gelingen, weil Bewusstsein auf geistiger Grundlage funktioniert, so wie das Leben an sich.

    Wir Menschen sind keine Körper, die eine Bewusstseinserfahrung haben, sondern Bewusstsein, das eine körperliche Erfahrung macht. Bewusstsein ist keine Emergenz aus toter Materie, sondern konstituiert diese erst!
    Geistiges können wir niemals mit technisches Mitteln erzeugen. Das einzige Werkzeug für geistige Kreation und Analyse ist unser eigener Geist. Leider ist wiss. Objektivität dadurch ausgesperrt. Pech… Aber gut für Zweifler.

    Das Gehirn ist nicht der Sitz des Denkens, sondern eher ein Modulator, der unseren Geist auf die niedrige Frequenz der irdischen Schwingungen herunterregelt. Sozusagen Fahren mit gezogener Handbremse zu Ausbildungszwecken! Das Gehirn elektronisch kopieren zu wollen ist einfach nur lächerlich…

    In diesem Sinne wünsche ich noch eine interessante Bildungsreise auf diesem seltsamen Planeten!

  7. Alleswisser sagt:

    „Ich denke, das Gehirn ist vergleichbar mit einem Programm im Geist. Es muss also theoretisch möglich sein, das Gehirn auf einen Computer zu kopieren und so eine Form von Leben nach dem Tod zu produzieren“, sagte Hawking im vergangenen Jahr in Cambridge einem Bericht des Guardian zufolge.

    Hawking hat nicht verstanden. Wenn ein Gehirn auf einen Computer kopiert wird, dann ist das ein elektronischer Klon. Der Mensch ist dann trotzdem tot – auch das Gehirn. Es gibt eine Kopie – oder auch viele Kopien des Gehirns.

    Ebenso wenig ist jedes „Beamen“ eine Hinrichtung. Es wird nur eine Kopie geschaffen.

  8. Nachdenker sagt:

    Da kommt der sinnlose Racheakt des Freiheitsentzuges als Strafe noch deutlich raus. Benennt doch Haftanstalt in Fachanstalt um. Dann passt es auch mit der Zuwanderung. 🙂

  9. Noname sagt:

    Ob Du dich da mal nicht irrst! Google mal nach Transhumanismus,

    Die Technik ist wesentlich weiter, als wir uns vorstellen können.
    Hier werden Versuche gemacht, um eine neue Rasse von Cyborgs zu entwickeln.

    Transhumanismus: Die größte Gefahr für die Menschheit?
    http://www.sein.de/gesellschaft/zusammenleben/2013/transhumanismus-die-groesste-gefahr-fuer-die-menschheit.html

  10. Merkt euch sagt:

    Größter Blödsinn der mir je unter gekommen ist.
    Dann doch am besten die Todesstrafe.
    „Gehirn-Transfer“ sowas komplexes wird man nie im vollem Maß auf einen Computer kriegen lächerlich.
    Es sollten lieber Maßnahmen ergriffen werden sowas vorzubeugen…