Bergbauausrüster SMT erwartet auch 2014 Verluste

Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück. Die Bergbau-Industrie stagniert. Ausrüster SMT erwartet in 2014 ähnlich schlechte Zahlen wie im Vorjahr.

Für den Bergbauausrüster SMT Scharf sieht es düster aus. Nach einem Umsatz- und Gewinneinbruch im vergangenen Jahr erwartet der Vorstand 2014 Einbußen in ähnlicher Größenordnung. „Kurzfristig sehe ich keine Besserung“, sagte Vorstandschef Christian Dreyer am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Das Investitionsklima auf den Hauptabsatzmärkten des Unternehmens – China, Russland, Polen und Südafrika – sei schwach. Für Bergbauausrüster sei dies zwar das normale zyklische Geschäft. Zusätzliche Belastungen bekomme SMT Scharf aber in Russland durch den Verfall des Rubel und in Südafrika durch Streiks in den Platinbergwerken zu spüren, erklärte Dreyer.

SMT Scharf entwickelt, baut und wartet vor allem Bahnsysteme für den Bergbau unter Tage. Nach dem Rekordjahr 2012 ging im vergangenen Jahr der Umsatz um 17,5 Prozent auf 63,3 Millionen Euro zurück. Der operative Gewinn (Ebit) brach um knapp die Hälfte auf 6,6 Millionen Euro ein, der Überschuss noch stärker um 72,5 Prozent auf 3,2 Millionen Euro. Die Aktionäre bekommen die Einbußen zu spüren: Die Dividende soll auf 25 Cent je Aktie von 98 Cent gekappt werden. Sollten Umsatz und Ebit, wie prognostiziert, 2014 in ähnlicher Größenordnung wie im Vorjahr sinken, würden die Erlöse bei rund 53 Millionen Euro liegen und das Ebit bei rund drei Millionen Euro.

Weitere Themen:
Gabriel: Vorschlag der EU zu Industriestrom-Rabatten inakzeptabel
Starke Schweizer Pharmaindustrie steigert Export
US-Firmen in Deutschland fürchten hohe Kosten der Energiewende

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.