Drei von vier US-Amerikanern wollen nicht mit Smartphones zahlen

Die große Mehrheit der US-Bürger verzichtet auf die Möglichkeit, von unterwegs mit dem Smartphone zu bezahlen. Sicherheitsbedenken bremsen den ansonsten schnell wachsenden Trend zu mehr Mobilität spürbar aus. Wer kein Mobile Banking benutzt, wird derzeit kaum damit anfangen.

Fast 75 Prozent der Befragten einer Studie in den USA sagten, es sei „unwahrscheinlich“ oder „sehr unwahrscheinlich“, dass sie Produkte mithilfe ihres Smartphones bezahlen. Die NSA-Spähaffäre hat ihre Spuren hinterlassen, denn der Trend zum Bezahlen von unterwegs (Mobile Banking) hatte sich vor den Enthüllungen Edward Snowdens – in den Jahren von 2011 bis 2013 – verdreifacht.

„Die Nutzung von Mobile Banking steigt weiterhin stetig“, sagte die US-Zentralbank Fed in einem zusammenfassenden Bericht der Studie. „Die Befragung weist aber darauf hin, dass Bürger, die Mobile Banking nicht nutzen, den vermeintlichen Vorteilen immer skeptischer gegenüber eingestellt sind.“ Das gleiche gilt auch für Sicherheits-Aspekte im Zusammenhang mit Mobile Banking.

„Über die Hälfte der Befragten, die Mobile Banking noch nicht mit dem Smartphone nutzen, ist nicht an dieser Technologie interessiert“, heißt es in dem Bericht. 51 Prozent aller Smartphone-Besitzer nutzen Mobile Banking. Nur jeder fünfte Smartphone-Besitzer nutzt sein Gerät, um damit einzukaufen.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass das neue NSA-Spionage-Programm Mystic sämtliche Telefongespräche eines ganzen Landes für eine Zeit von 30 Tagen speichern kann (mehr hier). Die gezielte Auswertung der personenbezogenen Daten ist ebenfalls möglich.

Aber nicht nur der Geheimdienst sammelt Daten. Auch Unternehmen versuchen, ihre Kunden genauer kennen zu lernen. Im Rahmen von Big Data Analysen können durch die Kombination von verschiedenen Datensätzen exakte Nutzerprofile von potenziellen Kunden erstellt werden (hier).

Wer seine Bankgeschäfte und Einkäufe vom Smartphone aus erledigt, läuft Gefahr, sensible Daten von sich preis zu geben. Personalisierte Werbung ist da nur das kleinere Übel. Auch vor einem Missbrauch der Daten ist niemand geschützt.

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Kommentare

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  1. ratlos sagt:

    Hat die Bundesregierung mithilfe des BND ihre Hände bei der Ukraine im Spiel? Ein informativer und zum Nachdenken anregender Newsletter von Heiko Schrang: http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/185/unterstuetzt-der-deutsche-geheimdienst-bnd-die-ukrainischen-.php

  2. Syssiphus sagt:

    Ich auch nicht und wenn ich mich umhöre,haben viele in meinem Umfeld die gleiche Meinung.