Die Immobilie ist die beliebteste Altersvorsorge

Mehr als drei Viertel der Deutschen halten eine selbstgenutzte Wohnung oder ein selbstgenutztes Haus für die beste Altersvorsorge. 68 Prozent würden sich für eine vermietete Immobilie entscheiden. Renten- und Lebensversicherungen verlieren an Attraktivität

Immobilien sind aufgrund historisch niedriger Zinsen die inzwischen beliebteste Altersvorsorge der Deutschen. Die Anlage-Klassiker haben dagegen an Attraktivität in der Bevölkerung verloren: So halten eine private Rentenversicherung nur noch 57 Prozent für eine geeignete Absicherung im Alter. Für eine Lebensversicherung würde sich mittlerweile nicht einmal mehr die Hälfte (46 Prozent) entscheiden (mehr hier). Und auch einen Sparvertrag favorisieren nur noch 42 Prozent.

Insbesondere die vermietete Immobilie als Kapitalanlage gewinnt an Bedeutung. Das belegt auch das jüngste Vermögensbarometer, das der Deutsche Sparkassen- und Giroverband Ende vergangenen Jahres veröffentlicht hat. „Wir stellen fest, dass immer mehr interessierte Anleger ganz gezielt nach einer Wohnung oder einem Haus zur Vermietung suchen. Dennoch hat uns überrascht, wie deutlich die vermietete Immobilie etwa der Lebensversicherung inzwischen den Rang abgelaufen hat“, sagt Michael Huggle, Geschäftsführer von Anlageimmobilien.de. Bei der bevölkerungsrepräsentativen Befragung von Anlageimmobilien.de wurden 2.000 Bürger in Deutschland befragt.

Auffällig: Wesentlich mehr Menschen in den alten als in den neuen Bundesländern denken über eine vermietete Immobilie als Altersvorsorge nach. So träumen beispielsweise 38 Prozent der Bayern davon, während sich nur 24 Prozent der Menschen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt für eine vermietete Wohnung oder ein Haus interessieren. In Berlin zieht sogar nicht einmal ein Viertel diese Art der Altersvorsore in Erwägung. Anders sieht es in den westdeutschen Stadtstaaten Hamburg und Bremen aus, wo 31 Prozent in eine vermietete Immobilie investieren würden.

„Der Grund für den Kauf einer fremd genutzten Immobilie liegt auf der Hand: Es ist eine verlässliche Altersvorsorge“, sagt Huggle. So sehen es auch die Deutschen: 86 Prozent entscheiden sich dafür, weil sie derzeit die sicherste Geldanlage darstellt und der Wert im Fall einer Inflation erhalten bleibt. Außerdem ist sie ein wichtiger Baustein zur Altersvorsorge. 84 Prozent der Befragten glauben zudem, dass die Vermietung eine gute Rendite bringt.

Die Preise für Immobilien in Deutschland steigen aufgrund dieser Entwicklung entsprechend stark an. Die Immobilienblase droht sogar zu platzen, sollte der Trend noch länger anhalten (mehr hier).

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Kommentare

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  1. Arne sagt:

    „Alterssicherung“… Ha, ha…
    1. Bis zur Rente muss die Bude kreditfrei sein!
    2. Der Staat kann nach Belieben die Immobesitzer schröpfen, da sie nicht einfach weglaufen können.
    3. Wer ne abbezahlte Immo hat und später ins Pflegeheim muss, kann diese erst mal versilbern, bevor der Staat zahlt. Bei dem der nix hat, zahlt der Staat gleich!
    –> Tolle Show! Echt was für Dummies! Das ganze Leben in Askese leben und im Alter trotzdem nix auf der hohen Kante haben! Oder kann ich für einen Urlaub ein Fenster ausbauen und das verkaufen??

  2. jakob sagt:

    tja, in dummland steht nicht nur ein dummer jeden tag auf, sondern millionen….
    wie heisst es doch so passend“ dumm geboren und nix dazu gelernt!

  3. Harbbauer sagt:

    Träumt mal schön weiter von euerer Alterssicherung „Immobilie“. Wenn erst die bereits in Erwägung gezogene Rasur der Sparkonten durchgeführt wird, der z.Zt. sooo niedrige Kreditzins erhöht wird, dass die Verbindlichkeiten nicht mehr gestemmt werden können und die Immobilie unter den Hammer kommt, dann folgt das große ERWACHEN. Wer diese Hürde trotzdem noch überspringen kann wird überrascht sein wenn plötzlich zum Lastenausgleich eine gehörige Zwangshypothek auf seinem Objekt lastet. Welchen Erlös die Zwangsversteigerung bringen wird kann sich jeder selbst ausmahlen. Einem Schurkenstaat kommt keiner aus. Schließlich ist das die Absicht auch auf diesem Weg eine ganz neue Weltordnung zu schaffen.

    • voltenauer sagt:

      Oh doch, es gibt einen Weg dem ganzen Schlamassel zu entkommen.
      Ich hab alles !! was ich besitze in das älteste Geld der Welt umgetauscht.
      Das Geld unserer Väter und Vorväter. Die waren eigentlich nicht dumm, haben es aber während des ersten Weltkrieges zur Finanzierung dieses Krieges !! aus falschem Patriotismus abgegeben. Mit diesem Geld konnte das Kaisserreich sogar beim Feind Rüstungsgüter kaufen.
      Die Hüter unseres derzeitigen totkranken Geldsystems haben dieses echte Geld damals abgeschafft. Goldverbot hin oder her:
      Es funktioniert nur, wenn die Leute es freiwillig hergeben. Unter Zwang geben es nur Dumme ab. Auf freiwilliger Basis aber fast jeder. Das muß man sich mal vorstellen. Deshalb hat ein Goldverbot immer nur den einen Zweck. die Möglichkeit des Erwerbs zu unterbinden. Glücklich wer es dann hat. Glücklich wer der schwachsinnigen Anti-Goldpropaganda unserer Hochfinanz (die es selber mit Falschgeld kauft) nicht auf den Leim geht. Nur wenige Menschen gehen dieser Propaganda nicht auf den Leim.
      Deswegen kann der Preis immer noch manipuliert werden. Noch !!
      Ich wiederlege jedes „Argument“ das gegen Edelmetalle (nur Gold und Silber) ins Feld geführt wird.
      Es war schwer einfach mal nicht zu schimpfen und den Hintern mal hochzubringen, alles bisher gewohnte zu kündigen, bzw. zu verkaufen und das ganze dann in echtes Geld umzutauschen. Jetzt bin ich frei, hab keine Arbeit mehr mit meinem Geld, brauche deswegen keinen Steuerberater mehr, usw. usw. Sollte ich es mir anders überlegen ?? – ich sitze auf der liquidesten Geldanlage die es gibt !!!! Ich denke aber nicht im Traum daran meine Edelmetalle wieder zurückzutauschen.
      Es ist einfach ein geiles Gefühl offiziell nichts zu haben.
      Wisst ihr was das in diesen Zeiten bedeutet ??