Gaspreis in der Ukraine steigt um 44 Prozent

Die Ukraine muss auf die Rohstoff-Rabatte mit Russland verzichten. Russland hat den Preis für Gas um 44 Prozent angehoben. Offizieller Grund ist eine offene Rechnung, die die Ukraine nicht bezahlt hat.

Der größte russische Gasproduzent Gazprom verlangt für Lieferungen in die Ukraine deutlich mehr Geld. Der Preis für 1.000 Kubikmeter Gas werde im zweiten Quartal von bislang 268,5 auf 385,5 Dollar angehoben, teilte der Konzern am Dienstag in Moskau mit. Dies ist eine Steigerung von knapp 44 Prozent. Damit laufen die vor der politischen Krise vereinbarten Rabatte aus. Die Ukraine habe Rechnungen in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar noch nicht bezahlt, sagte Gazprom-Chef Alexei Miller.

Russland plant derweil den Bau einer Unterwasser-Pipeline zur Krim, sagte Energieminister Alexander Novak der Zeitung Kommersant (Dienstagausgabe). Die Kosten dafür sollen sich auf bis zu sechs Milliarden Rubel belaufen. Außerdem sollen drei Kraftwerke auf der Halbinsel gebaut werden, die nach einem Referendum an Russland angeschlossen wurde.

 

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Kommentare

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  1. biersauer sagt:

    Die kleinbürgerliche Dummheit der Deutschen gehört bestraft und das erkennen diese
    US-Gangster. Jetzt erhofften diese auch die Ukraine unter ihre Fittiche zu nehmen, aber rechtzeitig ist die Krim als Kronjuwel dieses Landes abgesprungen und zeigt der USA/Eu die lLange Nase. Jetzt dürfen Merkel und ihr rollender Schatten, weitere Schulden zugunsten eines fremden Landes machen und die Deutsch-Kartoffeln schauen nur regungslos zu.

  2. Swen sagt:

    Komischerweise war der vorher eingeräumte Rabatt in gleicher Höhe hier kein Thema …

  3. Gustav sagt:

    Die Kosten für das russische Gas für die Ukraine übernehmen die Steuerzahler der EU. Also was solls. Für die eigenen Leute ist kein Geld da. Die Renten in Deutschland werden schon seit Jahren nur minimal erhöht. Wenn es jedoch darum geht Milliardenbeträge für Schulden anderer Länder an die Gläubigerbanken zu überweisen, dann ist das kein Problem. Es ist unglaublich wie dreist unsere Politiker uns abzocken und besonders traurig ist es, dass wir diese Bande bei jeder Wahl wieder wählen. Bei der Europawahl im Mai wäre die Chance zumindest einen Denkzettel zu verpassen, a la Kommunalwahlen in Frankreich. Ich bin gespannnt, erwarte jedoch nicht viel.

    • rene sagt:

      Vollste Zustimmung. Ich habs satt! PLAN B anwenden, googlen Sie mal.

    • Hans von Atzigen sagt:

      Tja man kann von den Russen halten was man will, eines ist kaum zu übersehen die Russen sind einfach die nüchterneren Langzeitstrategen.
      Auch die wissen das die Westwirtschaft seit 2008 faktisch an der Geldpumpe läuft. Ohne diese Geldpumpe währe der Westen im freien Fall.
      Die Russen haben halt einen praktischen Erfahrungs und Wissens- Vorsprung von 20-30 Jahren.
      Die Ukraine wird zunehmend zum Wirtschaftlichen Sargnagel insbesondere der EU und im Hintergrund der USA.
      Die Entwicklung verheisst nichts gutes. Ganz klar für Russland UND für den Westen.
      Prosit Gemeinde???
      Freundliche Grüsse