Küchenausrüster WMF baut Personal ab

Die Wachstumsraten beim Küchenausrüster WMF sind seit Jahren rückläufig. Das Unternehmen will nun Stellen abbauen und 30 Millionen Euro einsparen. Einige Filialen mussten bereits schließen. WMF will sich stärker auf den Markt in Asien konzentrieren.

Der Küchenausrüster WMF will zur Finanzierung seines Wachstums im Ausland die Personalkosten um zehn Prozent senken. Geschäftsbereiche und Zentralfunktionen müssten effizienter werden, um stärker und schneller am Markt zu agieren, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Geplant seien jährliche Einsparungen von 30 Millionen Euro, denen in diesem und dem kommenden Jahr allerdings zunächst erhebliche Einmalkosten entgegenstünden. Wieviele der insgesamt rund 6.000 Arbeitsplätze bei dem schwäbischen Traditionsunternehmen wegfallen sollen, wurde nicht beziffert. Zehn Prozent seien es aber nicht, erklärte ein Sprecher.

Der mehrheitlich zum Finanzinvestor KKR gehörende Haushaltswaren-Hersteller will in Asien stärker wachsen, während die Strukturen in Deutschland gestrafft werden sollen. Unter dem im Sommer neu angetretenen Vorstandschef Peter Feld werden bereits Filialen geschlossen und das Sortiment verringert. „Unsere Wachstumsraten beim Umsatz sind seit etwa drei Jahren rückläufig“, erklärte Feld. Der Auslandsanteil am Umsatz stagniere, WMF partizipiere nicht am starken Wachstum in den Schwellenländern. Die eingesparten Personalkosten will Feld deshalb in das internationale Geschäft stecken.

Im vergangenen Jahr brach das Jahresergebnis um 43 Prozent auf 25 Millionen Euro ein, was WMF vor allem mit dem Verkauf der defizitären Elektrogeräte-Tochter Princess erklärte. Die Aktionäre sollen mit 50 Cent nur noch halb so viel Dividende bekommen wie im Vorjahr. Der Umsatz stagnierte bei einer Milliarde Euro.

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  1. Testophant sagt:

    Da wird man sich in Geislingen an der Steige aber riesig freuen…