Stahlkonzern Voestalpine will deutsche Autobauer aus USA beliefern

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine will vor allem deutsche Autobauer mit Stahlprodukten aus seinem neuen Werk in den USA beliefern. „Unsere Kunden werden vorerst europäische, vor allem deutsche Automobilhersteller sein. Wir haben mit ihnen schon Langfristverträge abgeschlossen“, sagte Voestalpine-Chef Wolfgang Eder...

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine will vor allem deutsche Autobauer mit Stahlprodukten aus seinem neuen Werk in den USA beliefern. „Unsere Kunden werden vorerst europäische, vor allem deutsche Automobilhersteller sein. Wir haben mit ihnen schon Langfristverträge abgeschlossen“, sagte Voestalpine-Chef Wolfgang Eder der Wirtschaftswoche in einem am Samstag veröffentlichten Interview. In Cartersville im Bundesstaat Georgia würden ab 22. April Auto-Chassisteile produziert.

Für 2016 plant Voestalpine ein weiteres Werk in den USA. Im texanischen Corpus Christi soll hochreines Eisen, das als Vormaterial für die Stahlerzeugung dient, hergestellt werden. Mit einer Investition von 550 Millionen Euro sei das Projekt das größte außereuropäische Vorhaben in der Unternehmensgeschichte.

„Knapp die Hälfte des Eisens werden wir nach Österreich verschiffen“, kündigte Eder an. Neben den konzerneigenen Firmen würden amerikanische und mexikanische Stahlwerke das hochreine Eisen abnehmen. Die Expansion in die USA begründet Eder mit den dort niedrigen Energiepreisen. „Der Gaspreis beträgt nur ein Drittel des europäischen“, sagte der Manager.

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  1. Thomas Fischer sagt:

    Das war vorauszusehen. Unsere Grün- und Ökospinner sollen nur so weitermachen, bis auch ihnen ein Licht aufgeht. Nur bis dahin ist auch Deutschland deindustriealisiert. Noch etwas zum Thema Öko. Der ganze Kram reist jetzt um die halbe Welt, diese „Ökobilanz“ will ich sehen…