General Motors gerät wegen tödlicher Pannenserie unter Druck

Der US-Kongress untersucht die tödliche Pannenserie des Automobil-Hersteller General Motors. Aufgrund einer defekten Zündung sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Der Kongress wirft GM vor, zu spät reagiert zu haben.

Die Opel-Mutter General Motors gerät wegen des Rückrufskandals immer stärker unter Druck. Ingenieure des größten US-Autobauers sollen in den vergangenen Jahren mehrmals Möglichkeiten für die Beseitigung eines Zündschlossdefekts verworfen haben, der als Ursache einer tödlichen Pannenserie gilt, wie aus Dokumenten hervorgeht, die am Freitag von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss veröffentlich wurden.

Den GM-Mitarbeitern seien die ernsten Probleme sehr wohl bewusst gewesen. Dennoch hätten sie sich gegen eine Reparatur oder einen Austausch der Zündschlösser entschieden. Dies sei mit dem Verweis auf betriebswirtschaftliche Argumente geschehen. Der Vorsitzende des für die Untersuchung zuständigen Handelsausschusses im Repräsentantenhaus, Fred Upton, sagte, die internen Dokumente von GM, des Zündschloss-Herstellers Delphi und der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA belegten „Fehler im System“. Andere Abgeordnete warfen zuletzt die Frage auf, ob sich GM strafbar gemacht habe.

Der Kongress untersucht, warum GM mit dem Rückruf von 2,6 Millionen Fahrzeugen bis 2014 wartete, obwohl die Probleme mit den Zündschlössern seit mehr als zehn Jahren bekannt waren. Der Defekt soll zu mindestens 13 Todesfällen geführt haben. Weil die Zündschlüssel während der Fahrt in die Aus-Position zurückspringen können, kann der Motor ausgehen und sich Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschalten. GM droht eine Klagewelle und ein Vertrauensverlust. Für die Reparatur rechnet der Konzern zudem mit Sonderkosten im ersten Quartal von 1,3 Milliarden Dollar.

Kommentare

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  1. BBop sagt:

    Wa ist denn so erstaunlich? Es ist doch klar, daß es in die Führungsriege eines Weltkonzerns nur Psychopathen schaffen. Wenn eine Frau es bis nach oben schafft, muß sie diesbezüglich schon besondere Fähigkeiten besitzen.

  2. Nachdenker sagt:

    Wer bei GM billig Karren kauft, bekommt was er verdient. Das betrifft auch alle anderen Marken. Mein BWM hat damit keine Probleme. 150.000km ohne Reparaturen. Ab und an ein Ölwechsel, Bremsen und etc..

    • Agincourt sagt:

      Ja – klar…“Ihr BMW“…

      Immerhin weiß der geneite leser jetzt, daß „Nachdenker“ (Realsatire ?) „BMW fährt“…

      Vom technischem Sachverstand sind Sie jedenfalls befreit – sonst hätten Sie wohl kaum mehrere dutzend K€ in so eine Ramschkarre versenkt, an der nur noch das „Label“ „wertig“ ist…Remedur für Sozialneurosen.

      Subqualität z.T. weit unter Hyundai-Niveau, aber Premium-Mondpreise aus dem BWLer Nirwana.

      Betrachten Sie sich doch einmal ihren BMW näher, ohne die Scheuklappen des Nachbarschaftsneids: Nicht einmal mehr eine Gurthöhenverstellung besitzten diese Möhren mehr („wegoptimiert“), was im Grunde genommen bereits eine vorsätzliche Gefährdung der Insassen darstellt.

      Quer durch alle Baureihen unter im Motorraum nur noch unlackierte Bleche, keine Motortemperaturanzeige mehr (Fiat Kleinwagen aus den 70ern lassen grüßen), sparsamt (wenn überhaupt) verwendete Hohlraumversiegelung, jenseits der „Haptik“ eine Materialqualität und Verarbeitungssorgfalt wie im Sonderpostenmarkt, dazu in den kleineren Modellen noch die „gefühlte“ Karosseriesteifigkeit einer wabbelnden Hüpfburg.

      In der Tat gibt es aktuell kauem einen (deutschen) Hersteller, der so brutal alles kaputt spart wie BMW, aber für diese „lean“ produzierten Wegwerffahrzeuge Preise aufruft wie ein schweizerischer Goldschmied.

    • Testostheron sagt:

      BMW ?

      http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2013/02/50273/

      „Nachdenker“ scheint kein „Nachdenker“ sondern ein Träumer zu sein…

  3. nadann sagt:

    …unter druck..So so.
    Dann bin ich mal gespannt wann die dame sich ihr gehalt erhöht.