Bilfinger steigt aus Wüstenstrom-Projekt Desertec aus

Der Baukonzern Bilfinger wird das Wüstenstrom-Projekt Desertec verlassen. Damit folgt das Unternehmen auf E.ON, Siemens und Bosch. Dennoch halten die Initiatoren von Desertec an dem Projekt fest und glauben weiterhin an einen Erfolg.

Mit dem Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger kehrt ein weiterer Unterstützer der Wüstenstrominitiative Desertec den Rücken. Bilfinger werde den Ende 2014 auslaufenden Vertrag nicht verlängern, sagte ein Sprecher des Mannheimer MDax-Konzerns am Sonntag und bestätigte damit einen Vorabbericht des Handelsblatt.

Erst vor wenigen Tagen hatte E.ON seinen Rückzug aus dem Wüstenstrom-Projekt angekündigt. Vor E.ON waren bereits Firmen wie Siemens und Bosch ausgestiegen. Desertec (DII) hält jedoch unbeirrt an seiner Vision fest, im großen Stil Ökostrom aus Sonnen- und Windkraft in Nordafrika und dem Nahen Osten zu erzeugen und einen Teil davon nach Europa zu exportieren.

„Die Mehrzahl unserer verbleibenden 18 Gesellschafter hat uns jetzt schon gesagt, dass sie bleiben werden“, sagte DII-Chef Paul van Son dem Handelsblatt. Dazu zählt auch RWE. „Wir bleiben dabei. Wir glauben immer noch an die Zukunft des Projektes“, hatte ein Sprecher am Freitag gesagt.

Kommentare

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  1. Kommentator sagt:

    Ein dümmliches Projekt hat einen Dummen weniger. Glückwunsch.

  2. Hans Hufnagel sagt:

    Genauso wie Erdgas aus Griechenland kommen wird, kommt auch der HGÜ Anschluss von Tunesien, Marokko und weiteren Ländern an das europäische Stromnetz.
    Alles andere würde die Abhängigkeit von Russland fortführen.

  3. Rudolf Steinmetz sagt:

    Eine Schnapsidee wird scheibchenweise beerdigt – ein gelungenes Beispiel dafür, wie eine angepasste/mittlere Technologie in ihr grasses Gegenteil verwandelt wird um es als gigantisches Großprojekt dem Rockefeller-Design zu unterwerfen.

  4. Roundday sagt:

    In meinen Augen sieht es fast so aus als würde man einer auf heile Welt machen.
    Große Fresse haben, wir wollen grüne Energie. Wenn dann das Projekt anläuft und einen gewissen Fortschritt aufweißt aus dem man nicht mehr zurück kann, oder in die Pleite läuft wenn die Großen Investoren abspringen. Springt man ab um dieses Projekt das billigen Strom bieten würde und versucht somit dieses Projekt unter falscher Flagge zu Sabotieren. Keine Investoren mehr, viele schulden und keine Möglichkeit das ein anderer Investor die schulden last Trägt die andere verursacht haben. Somit ist dann das Projekt gescheitert und man sagt es ist einfach nicht möglich günstigen Strom zu erzeugen in diesem Maßstab. Heuchler und Lügner!!!
    Ich hoffe wirklich das dieses Projekt gelingt!!!