Unternehmen müssen mehr für Nutzung der Stromnetze zahlen

Der Bundesverband der Energieabnehmer misst einen weiteren Preisanstieg der Netznutzungsentgelte für Strom für Unternehmen im vergangenen Jahr. Bei verschiedenen Anbietern gibt es zudem große Preisunterschiede von bis zu 400 Prozent. Mittelständler müssen sich am Markt auskennen, um Kosten sparen zu können.

Seit dem 1. April 2013 sind für Unternehmen die Preise der untersuchten Netzbetreiber in der Mittelspannung um durchschnittlich 0,17 Ct/kWh bzw. 5,5 Prozent gestiegen. In der Niederspannung haben sich die durchschnittlichen Preise um 0,20 Ct/kWh bzw. 3,4 Prozent erhöht. Zwischen den einzelnen Netzbetreibern existieren große Preisunterschiede von bis zu 400 Prozent. Auch die regionalen Preisdifferenzen bleiben bestehen: Im Westen und Norden sind die Netznutzungskosten günstiger als im Süden und Osten Deutschlands. Das ist das Ergebnis des  aktuellen Preisvergleichs des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e.V. (VEA).

„Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Preise, des Angebots sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Netznutzung ist es für die Mehrzahl der mittelständischen Unternehmen eine enorme Herausforderung, sich einen Marktüberblick zu verschaffen“, kommentiert Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. „Die Netznutzungsentgelte sind jedoch ein wichtiger Bestandteil der Strompreise für die Unternehmen. Daher können gute Kenntnisse hier ein Wettbewerbsvorteil sein. Der VEA verfügt über die Erfahrung und das Netzwerk, den Markt für seine Mitglieder genau zu analysieren und Potenziale für eine mögliche Optimierung zu erkennen.“

Preisgünstigste Anbieter (Fälle Mittelspannung, inklusive Messkosten) sind derzeit die Stadtwerke Waldkirchen, Stadtwerke Bad Herrenalb sowie einige Netzgebiete der Rheinischen Netzgesellschaft. Die höchsten Durchschnittsentgelte werden derzeit bei Elektrizitätswerk Hindelang, Gemeindewerke Oberaudorf und Stadtwerke Lübz angeboten.

 

Kommentare

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  1. nadann sagt:

    das ist ja schön. Dann werden die produkte dieser unternehmen ja bald erklärbär teurer.