General Electric zieht Aufträge für 244 Milliarden Dollar an Land

Das Geschäft mit Gasturbinen, Flugzeug-Antrieben und Ölförderungs-Technik stieg im ersten Quartal um 12 Prozent. General Electric lässt Konkurrenten wie Siemens beim Umsatz weit hinter sich. Für die nächsten Jahre stehen Aufträge im Volumen von 244 Milliarden Dollar in den Büchern.

Der Siemens-Rivale General Electric verblüfft die Branche mit einem überraschend starken Industriegeschäft. In der Sparte mit Gasturbinen, Flugzeugmotoren und Ausrüstung für die Ölindustrie stieg der Gewinn im abgelaufenen Quartal um 12 und der Umsatz um 8 Prozent. In der Medizintechnik und dem Transportsektor lief es dagegen weniger gut. Konzernübergreifend sank der Umsatz um 2 Prozent auf rund 34,2 Milliarden Dollar etwas deutlicher als gedacht. Angesichts der kräftigen Zuwächse der Industriesparte waren Analysten dennoch optimistisch gestimmt. Ein Umsatzplus von acht Prozent im gegenwärtig durchwachsenen wirtschaftlichen Umfeld zeige, dass GE sehr gut unterwegs sei, sagte Jack DeGan, Investment-Chef bei Harbor Advisory. GE-Aktien stiegen um zwei Prozent.

GE-Chef Jeff Immelt fokussiert den Konzern mit rund 307.000 Mitarbeitern immer mehr auf Kernbereiche der Industrieproduktion. Die Geschäfte der nach wie vor sehr großen Finanzsparte GE Capital fährt er hingegen zurück. Europäische Konkurrenten wie Siemens oder ABB dürften sich angesichts der Zuwachsraten die Augen reiben. Sie rechnen für das laufende Jahr bestenfalls mit einer vor allem auf den Heimatmärkten gedämpft steigenden Nachfrage für Fabrikausstattung und Energietechnik.

Unter dem Strich verdiente GE den Angaben vom Donnerstag zufolge im Quartal mit rund drei Milliarden Dollar 500 Millionen Dolla

r weniger als vor Jahresfrist. Damals gab es aber Sondererträge durch den Verkauf von NBC Universal. Zudem verdiente der Konzern aktuell im operativen Geschäft pro Aktie etwas mehr als von Branchenexperten im Schnitt vorhergesagt.

Vor knapp einem Monat hatte Immelt in einem Aktionärsbrief erklärt, die Weltwirtschaft befinde sich in der besten Verfassung seit Jahren. „Die Erholung verläuft zwar langsam, aber es gibt keinen Gegenwind.“ GE hatte nach eigenen Angaben Ende 2013 Aufträge im Volumen von 244 Milliarden Dollar in den Büchern – so viel wie nie zuvor in der Firmengeschichte.

Zuwächse verbuchte auch der Industriekonzern Honeywell, der unter anderem Flugzeug- und Autobauer beliefert. Der Umsatz im Quartal stieg den Angaben von Donnerstag zufolge um vier Prozent auf 9,7 Milliarden Dollar, der Gewinn um fünf Prozent auf eine Milliarde. Zudem zeigte sich der Konzern etwas optimistischer beim Ausblick auf das Gesamtjahr. Siemens will am 7. Mai über die Entwicklung im abgelaufenen Quartal berichten.

Kommentare

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  1. brusc sagt:

    Liebe Redaktion: holt Euch Deutsch-beflissene Schreiberlinge in die Redaktion: „S-I-E-M-E-N-S“. Danke!

  2. kalaschnikowa sagt:

    Gasturbinen, Technologie für die Energiewende, schnelle Systeme, die flexiebel sind die „Gaps“ der alternativen Energien zu überbrücken. Das ist die Zukunft und Deutschelande schläft!

  3. fan sagt:

    Als Aktionär bin ich hoch-zufrieden – wer hier einsteigt, ist gut beraten, kann sich freuen und ruhig schlafen..!

  4. Ingenieur sagt:

    Und bei wieviel % der Aufträge hat die Finanzierungsdivision von GE den Kunden das Geld für den Auftrag vorher zuschieben müssen (natürlich wie üblich Luftgeld aus dem Nichts)?