Volkswagen rechnet mit starkem Wachstum in China

Die Nachfrage nach Autos in China wird dieses Jahr um 10 Prozent wachsen, erwartet VW. Der Autobauer sieht vor allem im Westen Chinas großes Potential, der bisher kaum von der Industrie erschlossen ist.

Volkswagen rechnet in China trotz der Konjunkturabkühlung mit einer weiter robusten Auto-Nachfrage.

„Erneut wollen wir auch in diesem Jahr ein zweistelliges Wachstum erreichen und damit erstmals in einem Kalenderjahr mehr als 3,5 Millionen Fahrzeuge in China ausliefern“, sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Samstag im Vorfeld der Automesse in Peking. „Weltweit wollen wir in diesem Jahr als Konzern erstmals mehr als 10 Millionen Fahrzeuge an unsere Kunden ausliefern.“ Damit hätte VW das für 2018 anvisierte Ziel vier Jahre früher erreicht als geplant.

VW-China-Vorstand Jochen Heizmann sagte: „Wir sehen im Gesamtjahr von der Tendenz her ein Marktwachstum Richtung zehn Prozent. Wir sind durchaus optimistisch. Wir werden auch unsere Kapazitäten weiter ausbauen, um dem hohen Marktwachstum begegnen zu können.“

Europas größter Autobauer hatte vor einem Jahr angekündigt, die Produktionskapazitäten in China bis 2018 auf mehr als vier Millionen Fahrzeuge zu verdoppeln. Im vergangenen Jahr steigerte der Konzern die Verkäufe in seinem größten Markt um 16 Prozent auf 3,27 Millionen Fahrzeuge.

Gute Chancen sieht Heizmann vor allem im Westen Chinas, der bisher kaum von der Industrie erschlossen ist. „Es wird sich dort recht schnell ein großes Absatzpotenzial für Pkw entwickeln. Das ist neben der staatlich gewollten Urbanisierung ein Wachstumstreiber“, sagte Heizmann.

Die Gespräche mit dem Joint-Venture-Partner FAW über eine Anteilsaufstockung seien auf einem guten Weg. VW will seine FAW-Beteiligung von 40 Prozent auf 50 Prozent erhöhen, so Heizmann. „Wir führen sehr intensive Gespräche über sehr viele Zukunftsprojekte, um unsere Zusammenarbeit zu intensivieren.“

Das Händlernetz in China baut VW weiter aus. In diesem Jahr sollen nach Heizmanns Angaben 2.750 Autohäuser VW-Fahrzeuge im Programm haben, vergangenes Jahr waren es 2.400. Bis 2018 will VW 3.600 Händler in der Volksrepublik haben.

Kommentare

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  1. Karl sagt:

    Trotz drohender „China-Blasen“ scheinen viele Branchen ja noch recht optimistisch, was Absatz.- und Konsumprognosen in der Volksrepublik angeht. Da darf man wirklich gespannt sein wer recht hat.

    Viel interessanter für VW und die restlichen Autobauer dürfte die Frage sein, wie sich die Palladiummärkte in der nächsten Zeit entwickeln. Sollte Russland irgendwann auf Sanktionen reagieren und den Palladiumhahn zudrehen, könnte das die Produktionskosten steigern und das Geschäft in Schwellenländern schwieriger machen.

    (http://www.goldpreis.de/News/Platin+und+Palladium%3A+Bewegung+im+Minenstreik)

  2. Putenkleule sagt:

    Ich rechne entweder mit einem 6 er im Lotto oder einem 8 er
    im Fahrrad.

  3. Swen sagt:

    Tja, irgendetwas stimmt hier nicht.

    Entweder haben die vielen ach so hochqualtitaiven Massenmedien recht, die ja mittlerweile seit Jahren, das gigantische Platzen der großen China-Blasen beobachten und bekunden

    oder VW hat Recht und Chinas Wirtschaft boomt auch dieses Jahr wieder wie zuvor.

    Ich tippe auf VW und frage mich wie tief die Qualität unserer aufmerksamkeitsgeilen Massenmedien noch sinken kann…

  4. kalaschnikowa sagt:

    Starkes Wachstum, nur verkauft man denen den alten Schrott, denn Wasserstofftechnologie wäre die Zukunft, umweltfreundlich und innovativ. Leider aber nicht im Portfolio der aktuellen Produktliste, da man noch mit altem Schrott abkassiert. Hoffe die merken den Fake!