Gewinn-Rückgang: Beteiligungs-Firma Gesco senkt Dividende

Die auf Maschinen- und Fahrzeugbau spezialisierte Beteiligungsfirma will die Dividende senken. Hintergrund ist der Gewinnrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr. Trotz der Probleme bei den jüngsten Unternehmenskäufen will Gesco weitere mittelständische Firmen übernehmen.

Die Aktionäre der Beteiligungsfirma Gesco erhalten eine geringere Ausschüttung.

„Da sich im abgelaufenen Jahr das Ergebnis reduziert hat, wird konsequenterweise auch die Dividende sinken“, sagte Finanzchef Robert Spartmann der Börsen-Zeitung. Eine konkrete Zahl könne er noch nicht nennen, verwies aber auf Analysten-Schätzungen, die im Schnitt bei 2,10 bis 2,15 Euro je Aktie lägen. Zuletzt hatte die auf Maschinen- und Fahrzeugbau spezialisierte Beteiligungsfirma noch 2,50 Euro je Aktie ausgeschüttet.

Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 seien die zuletzt verkündeten Prognosen erfüllt worden, sagte Spartmann. Wegen hoher Kosten im Rahmen von Unternehmenskäufen und technischer Probleme bei zwei Projekten hatte Gesco einen Gewinnrückgang auf leicht unter 18 Millionen Euro von 20,9 Millionen Euro im Vorjahr angekündigt.

Der Umsatz sollte hingegen auf rund 450 (Vorjahr: 440) Millionen Euro steigen. In das gerade begonnene Geschäftsjahr gehe das Unternehmen, das die Mehrheit an 17 Firmen hält, mit einer „leicht positiven Tendenz“. Sowohl Umsatz und Ergebnis sollen 2014/15 höher ausfallen als im vergangenen Geschäftsjahr.

Trotz der Probleme bei den jüngsten Unternehmenskäufen will Gesco weitere Firmen übernehmen. „Wir möchten ein bis zwei Unternehmen im Jahr zukaufen“, sagte Spartmann. Im Blick hat der im Kleinwerteindex SDax notierte Konzern dabei mittelständische Werkzeug- und Maschinenbauer sowie Unternehmen aus der Kunststofftechnik mit einem Umsatz von zehn bis 50 Millionen Euro.

Den Erwerb von Sanierungsfällen schloss Spartmann aus. Sein Unternehmen habe einigen finanziellen Spielraum für Zukäufe, ohne dass der Konzern auf eine Kapitalerhöhung zurückgreifen müsse. Gesco habe einen Bargeld-Bestand von gut 30 Millionen Euro. Zudem stünden etliche Banken bereit, um weitere Transaktionen zu finanzieren.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.