Hollande: Chancen auf Wiederwahl gering

Frankreichs Präsident Francois Hollande knüpft sein politisches Schicksal an eine Wende auf dem Arbeitsmarkt. Sollte es bei den Arbeitslosenzahlen bis 2017 keine Wende geben, werde er keine Chance auf einen Wahlsieg haben.

Nach der Schlappe bei den französischen Kommunalwahlen hat Präsident Francois Hollande sein politisches Schicksal an eine Wende auf dem Arbeitsmarkt geknüpft. „Wenn die Arbeitslosigkeit bis 2017 nicht sinkt, werde ich weder einen Grund haben, als Präsidentschaftskandidat erneut anzutreten, noch eine Chance, wiedergewählt zu werden“, sagte Hollande vor Gewerkschaftsvertretern.

Die französische Konjunktur hinkt der Erholung im Euroraum derzeit hinterher. Im Februar war die Zahl der Arbeitslosen auf den Rekordwert von 3,348 Millionen Menschen geklettert. Trotz der Reformpläne der französischen Regierung dürfte die Arbeitslosigkeit vorerst hoch bleiben. Ökonomen geben sich skeptisch, dass die geplante Entlastung von Firmen und Verbrauchern der Konjunktur rasch auf die Sprünge hilft.

Hollande regiert seit 2012 und ist schon jetzt der unbeliebteste Präsident der französischen Nachkriegsgeschichte. Bei der Kommunalwahl Ende März straften die Franzosen ihn und seine Sozialisten ab. Zugleich erzielte der rechtsextreme Front National ein Rekordergebnis. Nun muss Hollande ein ähnlich schlechtes Ergebnis bei der Europa-Wahl am 25. Mai befürchten.

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