China braucht Knowhow deutscher Energietechnik-Unternehmen

China ist sehr an einer engeren Zusammenarbeit bei Energieeffizienz-Technologien interessiert. Wirtschaftsminister Gabriel handelt derzeit in Peking neue Handelsbeziehungen mit chinesischen Wirtschaftsvertretern aus. Deutsche Unternehmen müssen bei öffentlichen Ausschreibungen in China fair behandelt werden. Zudem müsse das Patente effektiv geschützt werden.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sieht in den Reformplänen Chinas eine Riesenchance für deutsche Unternehmen, insbesondere im Umwelt- und Energiebereich. China wisse, dass das Wachstumsmodell der letzten Jahre an seine Grenzen gestoßen sei, sagte der Minister am Dienstag in Peking. Angesichts vergifteter Gewässer und massiver Luftverschmutzung sei klar, dass mehr Energiesparen, Energieeffizienz und Emissionsminderung nötig seien. „Deswegen glaube ich, ist es eine Überlebensfrage der chinesischen Volkswirtschaft, in ein nachhaltiges und umweltschonendes Wachstum zu investieren“, sagte Gabriel.

Der Vorsitzende der chinesischen Reformkommission (NDRC), Xu Shaoshi, schlug bei einem deutsch-chinesischen Forum für Energieffizienz eine sehr enge Kooperation mit der deutschen Wirtschaft im Umwelt- und Energiebereich vor. „Für uns geht es vor allem um Energiesparen und Energieeffizienz“, sagte er. „China ist ein verantwortungsbewusstes Land.“ Das bedeute die Entwicklung eines enorm großen Marktes für Energieeinspar- und Energieeffizienz-Technologien. Hier suche man die Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft. „Deutschland hat in diesem Bereich die weltweit führenden Technologien und auch führende Produkte sowie das modernste Konzept“, sagte Xu. Die Kombination deutscher Innovationskraft und chinesischen Tempos bei der Umsetzung von Maßnahmen sei geeignet, ein weltweites Beispiel für die Minderung der Schadstoffemissionen zu geben.

Auch Gabriel forderte mehr Kooperation zwischen beiden Ländern. Es komme darauf an, nachhaltiges Wachstum mit einer umweltverträglichen Politik zu schaffen. Der Minister beklagte aber, dass viele deutsche Mittelständler mit Hindernissen am chinesischen Markt zu kämpfen hätten. „Der Hauptpunkt ist nach wie vor der Schutz von Patenten und des Urheberrechts.“ Daneben gehe es um die faire Behandlung deutscher Firmen bei öffentlichen Ausschreibungen und um Rechts- und Planungssicherheit. Dafür gebe es große Offenheit in der chinesischen Regierung, sagte Gabriel nach einem Gespräch mit dem Chef der Reformkommission. Das bedeute aber nicht, dass schnell Abhilfe zu erwarten sei.

Das gelte auch für das Problem, dass in wichtigen Bereichen wie der Auto- oder der Pharmawirtschaft, deutsche Firmen in China nur in Gemeinschaftsunternehmen mit lokalen Partnern am Markt tätig werden könnten. Ebenso, wie chinesische Firmen in Deutschland ohne jede Beschränkungen aktiv werden könnten, müsse das auch für deutsche Firmen in China gelten.

China ist Deutschlands größter Außenhandelspartner außerhalb der EU. Das jährliche Handelsvolumen belief sich 2013 auf gut 140 Milliarden Euro.

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  1. ichweissnix sagt:

    Sorry, aber das Bild ist nicht in China aufgenommen !