Forscher entwickeln schwimmende Atomkraftwerke

Die Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima haben dafür gesorgt, dass Atomenergie von Umweltschützern international geächtet wird. Dennoch suchen Forscher weiterhin nach einer „sicheren“ Variante der nuklearen Energiegewinnung. Schwimmende Atomkraftwerke sollen Katastrophen wie in Japan künftig verhindern.

Neue Konzepte von Atomkraftwerken (AKW), die vergleichbar Plattformen zur Öl- und Gasförderung sind, sehe die Entwicklung schwimmender Energieanlagen vor. Diese sollen auf hoher See und in ausreichender Distanz zum bewohnten Festland Atomenergie über das Meer in die Stadt liefern.

Glaubt man Forschern am Massachusetts Institute of Technology (MIT), dann sollen die schwimmenden Anlagen nahezu vollkommen resistent  gegenüber den Auswirkungen von Erdbeben und Tsunamis sein. Denn die Wellen und Erschütterungen auf dem offenen Wasser sind wesentlich geringer als an Küstenregionen, berichtet das Magazin Motherboard:

„Das besondere an unserer Idee ist, dass sie die Branchen Nuklearforschung und Offshore-Technik zusammen bringt. Die Plattform hat mit 11 Kilometern eine große Entfernung zum Festland und ist damit weniger starken Wellengängen ausgesetzt.“, erklärt Jacopo Buongiorno, Professor für Nuklearwissenschaft am MIT und Leiter der Forschungsgruppe, in einem Video (am Ende des Artikels). „Der große Vorteil ist, dass wir den Ozean als Kühlbecken verwenden können, um eine mögliche Kernschmelze aufzuhalten“, erklärt Buongiorno. „Die Nachhitze des Kernbrennstoffs, die auch anhält wenn der Reaktor längst herunter gefahren ist, kann so schneller abgekühlt werden.“

In Fukushima konnten die Reaktoren nicht gekühlt und so die Kernschmelze nicht aufgehalten werden. Bei schwimmenden Akw kann das den Forschern zufolge nicht passieren. Die Technik könne auf Akw jeder Größe angewandt werden. Die erzeugte Energie werde mit Unterwasserkabeln an Land gebracht und dort in das Stromnetz eingespeist.

Kommentare

Dieser Artikel hat 6 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Arc sagt:

    Wer ist so irre, eine potentiell zivilisationsbedrohende Technologie in einem weltumspannenden Lösemittel zu installieren? Nur weil man nach Betriebsende den verstrahlten Rest einfach versenken will? Wird ja verdünnt.

  2. Freiberufler sagt:

    „Resistent gegenüber den Auswirkungen von Erdbeben und Tsunamis“ war die Titanic auch.

  3. Olli sagt:

    Endlich mal ein konstruktiver Vorschlag unserer amerikanischen Freunde. Muddi ist bestimmt begeistert. Diese kleineren Probleme wie nicht zu beherrschende Kernschmelze
    und als Folge austretendes Uran, Plutonium (supertoxisch) und all die leckeren Sachen
    die eventuell noch anfallen während eines Supergaus könnten dann einfach ins Meer
    abgelassen werden. Tolle Idee, doch halt, was passiert eigentlich mit diesen ganzen Sachen danach. Natürlich sind daran nur intelligente Atome, Elektronen, Ionen beteiligt
    welche nach der Ausdünnung im Meer gezielt die Fischschwärme umschwimmen damit sich in Ihnen nicht irgendwelche schädlichen Stoffe ablagern können. Somit wäre der Nahrungskreislauf geschützt. Richtig? Kreativ sein ist toll, nur sollte man sich eventuell
    ein oder zwei Sachen bis zum Ende überlegen. Ihr habt doch viele große Seen liebe amerikanische Freunde. Baut doch testhalber erst mal da euer Gedankenkonstruckt,
    sollte sich dies nach 2 – 300 Jahren bewährt haben natürlich inklusive kompletter
    – sicherer – Entsorgung des ganzen Mistes der dabei anfällt, dann will ich mal nichts gesagt haben. Obwohl wenn ich so darüber nachdenke bis Mitte der siebziger Jahre
    wurde sowas schon praktiziert, im Atlantik und der Nordsee, Versenkung leicht bis mittelschwerer radioaktiver Abfälle. Sprecht doch erst mal mit den damals dafür zuständigen Damen und Herren warum dies heute nicht mehr geschieht. Nur mal so als Tip liebe amerikanische Freunde.

  4. Dieter Romberg sagt:

    Schwimmende Atomkraftwerke gibt es doch schon lange.

    Sie heißen Flugzeugträger oder Atom-U-Boote.

  5. Rudolf Steinmetz sagt:

    Solange die Atom-Mafia mit Steuergeldern gepäppelt wird, kommt sie mit immer neuen, tödlichen Schnapsideen, hinter denen stets die Atombombe lauert – und der Strahlentod, siehe Fukushima. Zur Erinnerung: Atomminister Strauß, Vor 50 Jahren wurde das erste Atomprogramm der Bundesregierung veröffentlicht: http://www.deutschlandfunk.de/atomminister-strauss.871.de.html?dram:article_id=125581

  6. kalaschnikowa sagt:

    Ein solcher Schwachsinn ist durch nichts zu überbieten! Aus Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima nichts gelernt. Über die Freihandelszone diesen Mist dann auch noch nach Europa exportieren, Ammi go home!!!