OMV steigert Öl- und Gasproduktion durch Quellen in Norwegen

Die Öl- und Gasproduktion der OMV ist im ersten Quartal auf 311.000 Barrel gestiegen. Der Zukauf von Ölquellen in Norwegen steigert die Produktion ebenso wie die wieder anlaufende Förderung in Libyen.

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV hat zu Jahresbeginn vor allem dank neuer Quellen in Norwegen wieder deutlich mehr Öl und Gas gefördert. Die Gesamtproduktion stieg im ersten Quartal auf 311.000 Barrel pro Tag von 277.000 im Vorquartal, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. OMV hatte im Vorjahr für knapp zwei Milliarden Euro von Statoil Ölfelder in Norwegen und Großbritannien gekauft. Allerdings lag der Ölpreis in den ersten drei Monaten dieses Jahres niedriger als im Vorjahr – die Nordseesorte Brent etwa kostete rund vier Prozent weniger. Umsatz- und Gewinnzahlen zum ersten Quartal will OMV am 13. Mai veröffentlichen.

Zum Anstieg der Produktion beigetragen habe auch die im ersten Quartal wieder teilweise angelaufene Produktion im krisengebeutelten Libyen. Die Produktionsmengen liegen dort aber immer noch unter dem vor dem Bürgerkrieg erreichten Niveau. Die anhaltenden Unruhen bremsten auch die Ölförderung. Vor dem Sturz des Gaddafi-Regimes im Jahr 2011 erhielten die Österreicher etwa ein Zehntel ihrer Förderung aus dem nordafrikanischen Land. Im ersten Quartal sei es aber immer wieder zu Sicherheitsproblemen gekommen, erläuterte der Wiener Konzern. Seit Mitte März stehe die Produktion wieder still. Im Vorjahr war die Förderung der Österreicher in Libyen fast komplett unterbrochen gewesen, was den Gewinn deutlich geschmälert hatte.

Im laufenden Jahr peilt OMV dank der neuen Quellen eine Fördermenge von 320.000 bis 340.000 Barrel pro Tag an – nachdem sie im Vorjahr vor allem wegen Ausfällen in Libyen um fünf Prozent auf 288.000 Fass pro Tag geschrumpft war.

Im Geschäft mit der Weiterverarbeitung von Rohöl zu Treibstoffen stiegen die Renditen wieder, lagen aber weiter auf einem niedrigen Niveau. Die entsprechende Raffineriemarge lag zu Jahresbeginn bei 1,63 Dollar je Barrel nach 1,16 im Vorquartal. Anfang 2013 – bevor die schwächelnde Wirtschaft die Ölnachfrage bremste – hatte die Marge jedoch noch deutlich höher bei 3,01 Dollar je Barrel gelegen.

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