Trotz Wachstum: Investitionen drücken Gewinn von Amazon

Amazon macht im ersten Quartal ein Umsatzplus von 23 Prozent. Der Gewinn fällt jedoch um 19 Prozent, da das Unternehmen massiv in China investiert. Dort macht dem Online-Händler die starke Konkurrenz zu schaffen. Entwicklung eigener Fernseh-Shows, Videospiele und Smartphones sollen das Unternehmen voranbringen.

Amazon kann wegen hoher Investitionen seine rasant steigenden Einnahmen kaum zu Geld machen. Der Umsatz legte im ersten Quartal 2014 überraschend stark um 23 Prozent auf 19,7 Milliarden Dollar zu, wie der Online-Händler mitteilte. Dabei profitierte der US-Konzern von der hohen Nachfrage nach Elektronik-Artikeln in Nordamerika. Außerhalb der USA war der Zuwachs mit 18 Prozent geringer.

In Deutschland machen dem Unternehmen Streiks zu schaffen. Hier fordern die Mitarbeiter höhere Löhne (mehr dazu hier).

Der operative Gewinn von Amazon fiel jedoch um 19 Prozent auf 146 Millionen Dollar. Amazon investiert seit längerem viel Geld in neue Technologien, Inhalte und zusätzliche Logistikzentren. So entwickelt das von Jeff Bezos geführte Unternehmen aus Seattle inzwischen eigene Fernsehshows und Videospiele. Es wird zudem demnächst mit einem Videostreaming-Service und womöglich auch einem eigenen Smartphone gerechnet. Die operativen Ausgaben stiegen im vergangenen Quartal um 23 Prozent. An der Börse sind zuletzt teilweise Zweifel aufgekommen, ob sich die Investitionen auch rechnen.

Amazon lenkt viel Geld nach China. Dort ist der Wettbewerb besonders hart. Denn der Marktführer Alibaba ist schwer zu verdrängen. Und die Chinesen holen zum Gegenschlag aus. Alibaba will dieses Jahr in New York Aktien bei Investoren platzieren. Es könnte der größte Börsengang eines Technologieunternehmens überhaupt werden. Alibaba ist zudem auch schon in den USA aktiv und mischt im Handel von Mode, Schmuck und technischen Geräten mit.

 

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