Siemens-Chef Kaeser: Sorge wegen Ukraine-Konflikt

Die Lage in der Ukraine bedroht das Russland-Geschäft von Siemens. Sein Unternehmen werde den Konflikt beobachten, so Kaeser. Zu Putin habe er eine „vertrauensvolle Beziehung“.

Die Ukraine-Krise beunruhigt Siemens -Chef Joe Kaeser zunehmend. „Wir sind natürlich auch besorgt über die Entwicklung, die sich leider nochmal deutlich verschärft hat“, sagte Kaeser am Samstag bei einer Vorstandsklausur der CSU im oberbayerischen Andechs. Sein Unternehmen werde das beobachten. Die möglichen Konsequenzen wolle er „jetzt nicht bewerten, bevor die Dinge nicht klar sind“, ergänzte Kaeser. „Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass man miteinander und nicht übereinander reden muss.“ Wenn nötig, müsse es aber auch andere Maßnahmen geben. „Wenn es zu Sanktionen kommen muss, weil sie politisch hoffentlich das bewirken, was die Menschheit will, nämlich den Frieden, dann sind wir die Ersten, die sich dort auch einreihen.“

Ende März hatte Kaeser den russischen Präsidenten Wladimir Putin in dessen Residenz bei Moskau getroffen. Danach sprach er von einer „vertrauensvollen Beziehung“ zu russischen Unternehmen und verwies darauf, dass Siemens seit 160 Jahren in Russland tätig sei. Das Unternehmen hat eine Kooperation etwa mit der russischen Eisenbahn, dessen Chef Wladimir Jakunin auf der Sanktionsliste der USA wegen des russischen Griffs nach der Krim steht.

Kommentare

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  1. Rudolf Steinmetz sagt:

    Joe Kaeser bleibe hart! Dieser von den USA via Maidan inszenierte Ukraine-Konflikt richtet sich indirekt auch gegen „Made in Germany“ um sich die Deutschen gefügig zu halten. Im Iran ar es so, dass die Amis die Geschäfte der Europäer übernahmen, als die sich an die US-Sanktionen hielten – Peugeot ging fast pleite. D.h. die NATO führt einen Wirtschaftskrieg gegen alles und jeden, nur um den Dollar zu halten.

  2. müller sagt:

    Endlich ein Mann mit Charakter!!!!

  3. Swen sagt:

    Es beruhigt, dass es auch in den Chefetagen noch klar denkende Menschen gibt.

    Unsere Politiker und die Medienfuzzies scheinen ja mittlerweile alle komplett wahnsinnig geworden zu sein…

  4. Hans von Atzigen sagt:

    Der Aussage kann man nur Zustimmen.
    Etwas mehr Respekt vor den Eigenheiten der Anderen.
    Akzeptanz und Respekt der Freiheit der Andern, einen Eigenen abweichenden Weg zu gehen.
    Ganz allgemein sollte gelten, zuerst das eigene Haus in Ordnung halten und erst danach über Andere herfallen.
    Ohne Selbstverantwortung kann und wird es keine einigermassen Friedliche Weltordnung geben.
    Es gibt keine übergeordnete ,,Macht,, Entweder Wir haben auf der Basis der gegebenen Möglichkeiten die Dinge selber im Griff oder die Umstände erzwingen einen Machtkampf zu Gunsten des einen oder anderen, oder es bleiben am Ende NUR Verlierer.

  5. müller sagt:

    Einer der wenigen wichtigen Personen mit Charakter!!!

  6. Syssiphus sagt:

    Keine Sorge Herr Kaeser,wir liefern die Maschinen etc. dann eben erst nach China und die transportieren die gleich weiter nach Russland.Was wir nicht liefern wollen,darüber freuen sich die chinesischen Unternehmen schon.