Deutschland versagt beim Kampf gegen Geldwäsche

Deutschland geht nicht entschieden genug gegen Geldwäsche und damit auch internationalen Terrorismus vor, warnt die OECD. Es wird kritisiert, dass es nicht strafbar ist, sein eigenes Schwarzgeld zu waschen. Sollten bis Juni nicht erste Ergebnisse vorliegen, drohen Sankionen.

Deutschland geht einem Bericht zufolge nach Einschätzung der OECD nicht entschieden genug gegen Geldwäsche und damit auch internationalen Terrorismus vor. Die Geldwäsche-Task Force der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) fordere die Bundesregierung daher auf, im strafrechtlichen Bereich für Nachbesserungen zu sorgen, berichtete die Wirtschaftswoche unter Berufung auf ein Schreiben von Finanzminister Wolfgang Schäuble an Justizminister Heiko Maas. Wenn Deutschland bis Juni 2014 keine konkreten Schritte vorweisen könne, werde es in das verschärfte Überwachungsverfahren oder sogar in das für Hochrisiko-Länder geltende Listungsverfahren überführt, hieß es demnach in dem Schreiben.

Auf Kritik bei der OECD stoße, dass es in Deutschland nicht strafbar sei, sein eigenes Schwarzgeld zu waschen. Diese Regelung nutze nach Einschätzung eines Experten insbesondere die italienische Mafia. Zudem seien nach Ansicht der OECD die Strafen für Geldwäsche in Deutschland zu niedrig.

Kommentare

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  1. Syssiphus sagt:

    Wieso „versagt“ ?
    Klappt doch vorzüglich mit der Geldwäsche.

  2. Bruno sagt:

    Wie war das noch bis vor kurzem? Die Schweiz war doch DAS Verbrecherland und tat überhaupt nichts gegen Geldwäsche. Anscheinend hat man vor lauter in die Schweiz schielen, vergessen, im eigenen Land für Ordnung zu schaffen. Wie bei Vielem! Hehlerland Deutschland!

  3. rundertischdgf sagt:

    Das wissen unsere Innenminister, das weiß die Merkel Regierung, das weiß sogar das EU Parlament, das bereits 2013 twitterte, daß 3600 internationale Verbrecherorganisationen innerhalb EU und dort bevorzugt in Deutschland Geld waschen.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2014/04/26/oecd-internationale-verbrecher-waschen-geld-bevorzugt-in-deutschland/

  4. Alfons sagt:

    Falsch!

    Deutschlands Bürger haben gerade letztens die auf Zypern verlorenen Gelder russischer Oligarchen ersetzt; das war ein knallharter Schlag gegen Geldwäsche.

    Und auch nach jeder GR-Tranche deutscher Milliarden starten in Athen die Flieger Richtung Caymans, um hier erst gar nicht in den Verdacht der Geldwäsche von Drogengelder zu kommen.

    Nicht dass die Mutter, Frau usw. eines griechischen Clan-Chefs mit Geldkoffern an der deutschen Grenze trotzt Diplomatenpass zum Öffnen ihrer Koffer gezwungen wird und es sich dann rausstellt, dass das ein Geschenk von Rolli persönlich ist.

  5. fan sagt:

    Bei den deutschen Steuer-Fetischisten in unseren Ämtern ist es eben wichtiger, bei Steuerzahlern die Entfernungs-Pauschale um 5 oder 9 Kilometer zu kürzen oder Absetzungs-Möglichgkeiten 10-mal zu prüfen und erstmal abzulehnen.

    Dafür können dann Milliarden bei uns gewaschen und Milliarden durch Brüssel in dubiose Kanäle umgeleitet werden – da wird eben nicht überzeugend kontrolliert. Wo Geld veruntreut wird, und dann noch unter den Augen von Brüsseler Luxus-Beamten, wird eben nicht so genau hingesehen..!