Schwache Nachfrage: Deutsche Importpreise fallen deutlich

Die Wareneinfuhr nach Deutschland wird billiger. Sinkende Preise für Energie, Getreide und Metall sind der Grund. Milch und Kaffee wurden hingegen teurer. Wegen der schwachen Nachfrage auf vielen Märkten und dem hohen Wettbewerbsdruck senkten auch die deutschen Exporteure ihre Preise den zwölften Monat in Folge.

Fallende Energiepreise verbilligen die Importe nach Deutschland so deutlich wie seit über einem halben Jahr nicht mehr. Die Einfuhrpreise sanken im März um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Minus von 2,8 Prozent gerechnet.

Für den stärksten Rückgang seit August 2013 sorgte vor allem Energie, die im Schnitt 8,5 Prozent weniger kostete als ein Jahr zuvor (mehr hier). Getreide verbilligte sich mit 12,6 Prozent ebenfalls sehr stark, Metalle um 9,0 Prozent (mehr hier). Dagegen zogen die Preise für Milch und Milcherzeugnisse um 11,1 Prozent um. Importierter Rohkaffee war um 7,4 Prozent teurer.

Wegen der schwächelnden Nachfrage auf vielen Märkten und dem hohen Wettbewerbsdruck senkten die deutschen Exporteure ihre Preise den zwölften Monat in Folge. Die Ausfuhrpreise fielen um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat (mehr hier). Billigere Rohstoffe eröffnen den Exporteuren Spielraum, mit niedrigeren Preisen die Nachfrage anzukurbeln.

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