Deutsche Firmen haben Nachholbedarf beim Export via Internet

Unternehmen in China sind fitter im Internet-Export als ihre deutschen Konkurrenten. Der deutsche Mittelstand verschenkt hier unnötig Vorteile, so das IW Köln. Es wird zunehmend wichtiger, über das Internet neue Märkte zu erschließen.

Deutsche Firmen hinken einer Studie zufolge bei der Nutzung des Internets für ihren Export zurück. Vor allem auf bestimmten Auslandsmärkten wie in Asien, wo immer mehr Geschäft digital abgewickelt werde, schneide Deutschland im Vergleich von 39 Ländern mit Platz 28 schlecht ab, teilte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) am Montag mit und verwies auf eine Analyse von 1.900 Firmen. „China ist viel aggressiver in den Märkten drin“, sagte IW-Experte Roman Bertenrath. „Deutschland verschenkt hier Vorteile.“ Das Problem der deutschen Industrie sei vor allem fehlendes Internet-Know-how der Mitarbeiter.

Verschiedene Großkonzerne wie der US-Technologieriese Google, die Deutsche Post und der Bezahldienst PayPal bündeln nun ihre Kräfte, um Unternehmen fit für das Internet zu machen. Ziel der Initiative „Weltweit Wachsen – Deutschland exportiert online“ ist es, die Firmen dabei zu unterstützen, über das Netz neue Märkte zu erschließen. Zudem sollen die digitale Wirtschaft und die Exporteure besser vernetzt werden.

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