Einkommensschere in der Schweiz geht auseinander

Bei den am besten bezahlten Jobs in der Schweiz steigen auch die Gehälter am stärksten. Das führt dazu, dass die Einkommensschere weiter auseinander geht. Auch das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen wird tiefer.

Im Jahr 2012 belief sich der Medianlohn in der Schweizer Privatwirtschaft auf 6118 Franken brutto pro Monat. Dies entspricht gegenüber 2010 einer Zunahme von 3,2 Prozent. Die 10 Prozent der Arbeitnehmer mit den tiefsten Löhnen verdienten weniger als 3.886 Franken pro Monat, während die am besten bezahlten 10 Prozent der Arbeitnehmer einen Lohn von über 11.512 Franken erhielten. Die Löhne in der Privatwirtschaft variierten nach wie vor stark nach Wirtschaftszweig, teilte die Schweizerische Eidgenossenschaft in einer Aussendung mit.

Deutlich über dem Medianlohn lagen die Saläre im privaten Sektor in Branchen mit hoher Wertschöpfung wie Forschung und Entwicklung (8.905 Franken), Tabakverarbeitung (8.939 Franken), Verwaltung und Beratung von Unternehmen (9.032 Franken), Pharmaindustrie (9.775 Franken) und Bankenwesen (9.823 Franken). Nahe beim Medianwert lagen die Löhne in Branchen wie Metallbearbeitung (5.766 Franken), Baugewerbe (6.024 Franken) oder Gesundheitswesen (6.186 Franken). Am unteren Ende der Lohnskala finden sich namentlich die Branchen Detailhandel (4.691 Franken), Herstellung von Lederwaren (4.442 Franken), Gastronomie (4.272 Franken), Beherbergung (4.230 Franken) und persönliche Dienstleistungen (3.887 Franken).

Zwischen 2002 und 2012 hat der Medianlohn in der Privatwirtschaft um nominal 13,4 Prozent zugenommen. Im gleichen Zeitraum stiegen die Saläre der am besten bezahlten 10 Prozent der Arbeitnehmer um 22,5 Prozent. In den mittleren Einkommensgruppen belief sich das Lohnwachstum auf 12,8 Prozent. Bei den 10 Prozent der Arbeitnehmer mit der tiefsten Entlohnung erhöhten sich die Löhne um 9,5 Prozent. Der Abstand zwischen der Spitze und der Basis der allgemeinen Lohnpyramide in der Schweiz hat sich somit vergrössert und ist vom Faktor 2,6 im Jahr 2002 auf 3,0 im Jahr 2012 gestiegen.

Zwischen 2010 und 2012 vergrösserte sich das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern in der Privatwirtschaft insgesamt um 0,5 Prozentpunkte von 18,4 auf 18,9 Prozent. Der geschlechterspezifische Lohnunterschied fällt auch bei gleichwertigem Profil fast immer zuungunsten der Frauen aus. So verdienen beispielsweise 40- bis 49-jährige Arbeitnehmerinnen mit hohem Verantwortungsniveau durchschnittlich 25,1 Prozent weniger als gleichaltrige Männer mit demselben Profil.

Kommentare

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  1. cashca sagt:

    Die Schweiz reiht sich ein in den europäischen Entwicklungstrend.
    De Kluft zwischen arm und reich, wie eben überall.
    Das tut ihnen garantiert nicht gut.
    Auch einen grenzenlose Einwanderung kann die Schweiz mit ihrer Größe und ihren Strukturen nur schwer verkraften. Das werden sie bald merken, vor allem wenn gerade muslimische Zuwanderer in großer Zahl einwandern.
    Die Schweiz, wie wir sie kennen, wird es dann so nicht mehr geben.

  2. rew3qrqq3r sagt:

    Einkommensschere in der Schweiz geht auseinander ——————->

    mal gut das es sowas in D nicht gibt.