Renten-Versicherung kritisiert Bundesregierung

Die Deutsche Rentenversicherung hat das Rentenpaket der Bundesregierung als „nicht sachgerecht“ finanziert bezeichnet. Die Jüngeren würden durch den langfristig höheren Beitragssatz stärker belastet. Zudem werden sie von der Absenkung des Rentenniveaus stärker betroffen sein.

Die Deutsche Rentenversicherung hat einem Zeitungsbericht zufolge das Rentenpaket der Bundesregierung als „nicht sachgerecht“ finanziert bezeichnet. Dies gehe aus einer Stellungnahme der Rentenversicherung für die Anhörung im Bundestag am Montag hervor, berichtete die Rheinische Post. Die geplanten Neuregelungen führten dazu, „dass der Beitragssatz mittel- und langfristig höher und das Rentenniveau niedriger“ ausfallen würden, „als es bei Fortbestehen des geltenden Rechts der Fall wäre“, heiße es in der Stellungnahme.

Die Neuregelungen würden vor allem „heutige Bestandsrentner und Versicherte der rentennahen Jahrgänge“ begünstigen. Die heute jüngeren Versicherten würden dagegen durch den „langfristig höheren Beitragssatz stärker belastet“, obwohl ein wesentlicher Teil der vorgesehenen Leistungsverbesserungen von ihnen nicht mehr in Anspruch genommen werden könne und sie von der Absenkung des Rentenniveaus stärker betroffen seien.

Die Deutsche Rentenversicherung kritisierte insbesondere die geplante abschlagfreie Rente ab 63 Jahren. Sie stehe „im Widerspruch zu den seit Ende der 1980er Jahre vom Gesetzgeber kontinuierlich verfolgten Bemühungen, die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Rentenversicherung auch durch eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit zu bewältigen“.

Kommentare

Dieser Artikel hat 5 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Margrit Steer sagt:

    Es wird Zeit, dass dem Staat der Zugriff auf die Rentenversicherung genommen wird,
    Diese Rentenversicherung ist keine Sozialkasse, sonder eine Altersvers. der Menschen die dort einzahlen, das muss endlich begriffen werden

  2. Helmut Josef Weber sagt:

    Da wir ja nun alle wissen, dass wir später Minirenten erhalten, von denen wir nicht leben können, sollten wir für unsere zusätzliche Altersversorgung nur dort Investitionen tätigen, die bei dem Rentenbezug nicht vom Staat kontrolliert werden können.
    Genauer gesagt: Nur Sachwerte, die anonym angespart und später anonym verkauft werden können, wenn die Minirente später aufgebessert werden soll.
    Alles, aber auch alles, was wir offiziell fürs Alter ansparen, egal ob Allianz, Riester und Co. wird in dem Augenblick mit der gesetzlichen Rente verrechnet, wenn der Staat die Zuschüsse zur gesetzlichen Rente nicht mehr bezahlen will oder kann.

    In Deutschland hat der Gesetzgeber den Lebensversicherungen erlaubt Leistungen zu stoppen, wenn sie in finanzielle Schieflage geraten; natürlich bei voller Beitragszahlung des Versicherten.
    In 4 europäischen Staaten sind die kapitalgedeckten Renten schon vom Staat beschlagnahmt worden; zuletzt auch in Polen
    Jetzt geht es an die Betriebsrenten und Rentenfonds.
    Ich kann nur jedem raten für seine private Altersversorgung eine Variante zu finden, bei der:
    1. Keine Provisionen abgezogen werden, wie bei Allianz,
    Riester u. Co.
    2. Die Gewinne legal nicht versteuert werden müssen.
    3. Der Staat keine Kenntnisse von hat.
    4. Nicht besteuert wird, wenn die Vorsorge im Alter
    verbraucht wird.
    5. Keine Krankenkassenbeiträge von bezahlt werden
    müssen; daher auch keine Zuzahlungen für
    Medikamente usw. usw.
    6. Alles sofort und augenblicklich in einen anderen
    Staat gebracht werden kann.
    7. Auf der ganzen Welt als Zahlungsmittel anerkannt
    wird.
    8. Seit Jahrtausenden seinen Wert erhalten hat.
    9. Nicht durch Inflation oder Währungsreform wertlos
    werden kann.
    10. Beim Ableben des Inhabers der Altersversorgung,
    den Hinterbliebenen die Werte bleiben.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  3. Karl Meister sagt:

    Abschaffung des Beamten! Pensionen kürzen!

  4. Mike sagt:

    Wer 1962 bis 1964 geboren ist wird statistisch nur 68 Jahre alt http://politik.neubewegen.de/?p=2655

    Und dann reden die von nicht sachgerecht.

  5. popper sagt:

    Der sogenannte demographische Wandel hat auf die Renten überhaupt keinen Einfluss. Eine längere Lebensarbeitszeit ist eine versteckte Kürzung der Renten. Anstatt die wahren Gründe zu nennen betreibt die Rentenversicherung Propaganda. Nicht sachgerecht ist die Finanzierung, weil sie über Beiträge und nicht steuerfinzanziert wird. Wenn auch die Rente mit 63 keine optimale Lösung ist, ist sie dennoch ein Schritt in die richtige Richtung. Dass die Renten in Zukunft, wenn sich nichts andere, katastrophal niedrig sein werden,ist Ergebnis einer politisch gewollten Zerschlagung des Rentensystems durch Verlagerung der Finanzierung auf den Kapitalmarkt. Hinzukommt die völlig verfehlte Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, die mit Lohndumping und Hartz IV, das Beitragsaufkommen extrem schwächt, weil Umgehungstatbestände geschaffen wurden, die es ermöglichen Sozialbeiträge zu sparen, zuungunsten künftiger Renten. Das sollte die Rentenversicherung anprangern und nicht für weitere Irrwege werbe.