Beschäftigte am Bau erhalten mehr Lohn und mehr Fahrgeld

Arbeitgeber und Gewerkschaften in der Baubranche einigten sich auf einen Tarifabschluss. Dabei erhalten die Beschäftigten 3,1 Prozent mehr Lohn für das laufende und 2,6 Prozent für das kommende Jahr. Arbeitnehmer im Osten erhalten wegen des Lohngefälles einen Bonus. Auch bei einer betrieblichen Altersvorsorge konnte eine Einigung erzielt werden.

Die rund 760.000 Beschäftigten am deutschen Bau erhalten künftig mehr Lohn, mehr Fahrgeld und können von einer betrieblichen Altersvorsorge profitieren. Arbeitgeber und Gewerkschaften einigten sich am Dienstag nach mehr als 24-stündigen Gesprächen in der vierten Verhandlungsrunde in Frankfurt auf einen Tarifabschluss. Ab Juni bekommen Bauarbeiter im Westen 3,1 Prozent mehr Lohn und ab Juni 2015 nochmals 2,6 Prozent mehr. Um das Lohngefälle langfristig auszugleichen, erhalten Beschäftigte im Osten ein Plus, das jeweils 0,7 Prozentpunkte höher ausfällt. Der Tarifvertrag läuft über 24 Monate und sieht zudem eine Anhebung des Fahrgeldes auf 20 Cent von bislang 15 Cent pro Kilometer vor.

Eine Einigung gab es auch bei der Tarifrente. Die bisher nur von den Arbeitgebern finanzierte und nur im Westen geltende Zusatzrente soll auch im Osten eingeführt werden. Beide Seiten bezeichneten das Ergebnis als vorläufig. Die Arbeitgeber begründeten dies damit, dass bis zur endgültigen Abstimmung durch die Verhandlungskommission am 13. Mai weitere Details geklärt werden müssten. Der stellvertretende Chef der Gewerkschaft IG Bau und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers sagte dazu: „Das vorläufige Ergebnis stellt einen für alle Tarifparteien tragbaren Kompromiss dar, dem alle zustimmen sollten.“

Die Gewerkschaft hatte ursprünglich eine Gesamtforderung von sieben Prozent. Dabei ging es um mehr Lohn, höhere Fahrtkosten und die Rentenbeihilfe für die Beschäftigten im Osten.

 

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