Maschinenbauer DMG Mori Seiki expandiert nach Russland

Die Quartalszahlen des Maschinenbauers DMG Mori Seiki übertreffen Expertenschätzungen. Die Ausfuhren nach Russland bereiten derzeit zwar einige Probleme. Das Unternehmen will den Bau des neuen Werkes vorantreiben.

Der Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki ist nach einem rasanten Start ins Jahr weiter auf Rekordkurs. Der engen Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen japanischen Partner sei es zu verdanken, dass der Bielefelder Konzern weltweit auf allen Märkten gut unterwegs sei, sagte Vorstandschef Rüdiger Kapitza am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Daher seien die Auswirkungen der Ukraine-Krise zwar spürbar, würden aber durch andere Märkte mehr als kompensiert. „Es hakt bei den Ausfuhrgenehmigungen nach Russland, so dass einige Millionen derzeit klemmen.“ Die Expansion in Russland werde aber unvermindert weiter betrieben, der Bau eines neuen Werkes schreite voran.

Der ehemals unter Gildemeister firmierende Konzern schnitt im Auftaktquartal besser ab als von Experten erwartet. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 505,1 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebit) schnellte um beinahe 70 Prozent auf 28,4 Millionen Euro in die Höhe. Netto verdiente DMG Mori Seiki 18 Millionen Euro nach 10,4 Millionen vor Jahresfrist. Die Bestellungen kletterten um 16 Prozent auf 601,2 Millionen Euro.

Kapitza stellte daher für 2014 nun kräftige anstatt nur moderate Zuwächse in Aussicht. Der Umsatz solle auf rund 2,2 (Vorjahr: 2,05) Milliarden Euro, der Auftragseingang auf 2,3 (2,09) Milliarden steigen. Das Ebit dürfte sich um 20 Prozent auf rund 175 Millionen Euro erhöhen. „Wir arbeiten unter Vollauslastung und werden in diesem Jahr bei der Zahl der Mitarbeiter erstmals die 7000er-Grenze knacken“, kündigte Kapitza an. Ende 2013 beschäftigte der Konzern rund 6700 Personen. Die Bielefelder kooperieren seit Jahren mit dem japanischen Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki und haben ihr Bündnis durch eine Überkreuzbeteiligung zusammengeschmiedet. Eine Fusion in den kommenden Jahren ist nicht ausgeschlossen.

An der Börse sorgten die Nachrichten für einen Kurssprung um mehr als fünf Prozent auf 24,19 Euro. Die Aktie setzte sich damit an die Spitze der Gewinner im Nebenwerteindex MDax. Das traditionell eher schwache Auftaktquartal warte mit soliden Ergebnissen und starken Auftragseingängen auf, kommentierte Berenberg-Analyst Felix Wienen. DMG sei stärker als erwartet ins Jahr gestartet, erklärte Holger Schmidt von Equinet und empfahl die Aktie zum Kauf

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