Nike und Adidas konkurrieren um Führungsrolle beim Fußball

Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien rüstet Nike zehn Nationalteams mit Trikots aus, mehr als jede andere Marke. Doch beim Umsatz mit Fußball-Artikeln liegt Adidas deutlich vorn. Beide Unternehmen sehen sich selbst als Marktführer.

Kurz vor der Weltmeisterschaft in Brasilien erhebt Nike Anspruch auf die Weltmarktkrone im Geschäft mit Fußballausrüstung. Wenige Wochen vor Beginn des Turniers behaupteten die Amerikaner, Adidas in dem Bereich vom Thron gestoßen zu haben.

„Wir sind die Nummer eins, das schließt Deutschland mit ein. Wir wachsen in allen großen Märkten“, sagte Nike-Markenchef Trevor Edwards der WirtschaftsWoche. Bei der WM rüste Nike zehn Nationalteams mit Trikots aus, mehr als jede andere Marke. „Wir beziehen uns auf die Zahl der verkauften Fußballschuhe, das ist eine klare Größe. Und da sehen wir uns als Marktführer.“

Beim Umsatz mit allen Fußballartikeln – also auch Bällen und Trikots – müsste Nike aber einen großen Sprung machen, um an Adidas vorbeizuziehen. Während die Franken in ihrem traditionsreichen Kerngeschäft in diesem Jahr einen Rekordumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro erlösen wollen, kam Nike im vergangenen Geschäftsjahr (per 31. Mai 2013) auf einen Fußballumsatz von umgerechnet 1,4 Milliarden Euro.

Adidas bezeichnete das Mega-Ereignis in Brasilien als „perfekte Bühne, um die Führungsrolle von Adidas im Fußball zu unterstreichen“. Konzernchef Herbert Hainer setzt große Hoffnungen auf die WM, die Fans weltweit zum Kauf von Trikots, Bällen und Fußballschuhen animieren soll.

Insgesamt – also mit Ausrüstung für alle Sportarten – ist Adidas nach Daten des Marktforschers Euromonitor International allerdings im Kampf um Weltmarktanteile hinter den Sportartikel-Branchenführer zurückgefallen.

Aktionäre fürchten, dass die Deutschen noch weiter an Boden verlieren. „Herr Hainer, wie und wann wollen Sie Nike endlich Paroli bieten?“, hatte Fondsmanager Ingo Speich von Union Investment den Firmenchef am Donnerstag bei der Hauptversammlung gefragt.

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