Juncker und Schulz: Einer von uns wird Kommissions-Präsident

Wenn die Konservativen die EU-Wahl gewinnen, dann wird Jean-Claude Juncker nach eigenen Angaben auch der neue Präsident der Kommission. Dies habe ihm Bundeskanzlerin Merkel fest zugesagt, so Juncker. Auch sein sozialdemokratischer Gegenkandidat Martin Schulz geht davon aus, im Falle eines Wahlsiegs Kommissionspräsident zu werden. Sonst würde die Demokratie in Europa heftig beschädigt.

Der Spitzenkandidat der Konservativen bei der Europawahl, Jean-Claude Juncker, hat nach eigenen Angaben eine feste Zusage von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass er im Falle eines Wahlsieges am 25. Mai Präsident der EU-Kommission wird.

„Ja, die habe ich“, sagte Juncker der Bild am Sonntag. Er warnte die EU-Regierungschefs davor, einen anderen Politiker als ihn oder seinen sozialdemokratischen Gegenkandidaten Martin Schulz zum Chef der Kommission zu machen. „Die Wähler wüssten dann, dass sie beim nächsten Mal gar nicht mehr zur Europawahl gehen müssten, weil die Parteien ihre Versprechen von vor der Wahl gebrochen hätten“, so Juncker.

Martin Schulz äußerte sich ähnlich.

„Die Mehrheit im Europäischen Parlament hat sich darauf geeinigt, dass der Wahlgewinner von uns beiden Kommissionspräsident wird. Würden die Staats- und Regierungschefs stattdessen einen anderen Kandidaten auskungeln, würden sie die Demokratie in Europa heftig beschädigen. Es wäre eine Verhöhnung der Wähler.“

Merkel äußerte hatte sich am Samstag weniger eindeutig zur Bestimmung des neuen EU-Kommissionspräsidenten nach der Wahl geäußert. „Es wird mit Sicherheit einen Zeitraum von mehreren Wochen in Anspruch nehmen, bis man dann die notwendigen Entscheidungen fällen kann“, sagte sie nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Francois Hollande. Die Regierungschefs würden alles tun, um das Votum der Wähler am 25. Mai zu respektieren. Aber es gebe eine ganze Reihe schwieriger Fragen zu klären, erklärte Merkel.

Kommentare

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  1. Frank S. sagt:

    Welche Demokratie beschädigen ? Sind doch beide nur unnötig hoch bezahlte Diebe und Diktatoren!!!!!!!!!!!

  2. osCrvaos sagt:

    WETTEN DASS??
    tippe immer noch auf Cameron 😉

    Huhu Redaktion, könnten Sie dazu vielleicht so EU-Präsi – Abstimm-buttons einrichten ????
    1x was glauben Sie wer zum EU-präsi gemacht wird ? Schulz, Juncker, Cameron, Schäuble, Merkel, Lagarde

    1 x wen würden Sie wählen? Konstantin Wecker, Gerhard Schröder, Wladimir Putin, Conchita Wurst, Cameron, Hollande

  3. Jürgen Forbriger sagt:

    Na fein, da können sie sich ja selber wählen, denn ich gehe nicht dahin, meine Stimme abzugeben!

  4. Gustav sagt:

    Zwei abgetakelte Dinosaurier wollen Kommissionspräsident werden. Bei dieser Auswahl wäre es besser den Posten nicht zu besetzen. Alle EU-Bürokratenposten sollten auf 1/10 reduziert werden, das EU-Parlkament kann man auflösen. Ein Europa der Vaterländer, wie dereinst von Charles de Gaulle gefordert, wäre die beste Lösung. Euro auflösen und zurück zu nationalen Währungen, deren Kaufkraft dann jeweils der Wirtschaftskraft einer Nation entsprechen. So wie jetzt wird Europa keinen Bestand haben, weil die Bürger eine EU in dieser Form ablehnen.

  5. Alfons sagt:

    EU-Nomenklatura und Schergen unter sich.

    Da hat AM-Erika das Sagen; von demokratischen Strukturen oder auch nur dem Hauch von Bürgerbeteiligung keine Spur.

    Eine Tyrannei reinsten Wassers.
    Es wird Zeit, dass die Völker, die durch Verrat ihrer „Volksvertreter“ unter die Knute des Regimes geraten sind, diesem das Ende bereiten.

    Egal, ob man das EU-Regime nun als faschistisch oder als kommunistisch definiert, je länger es noch existiert, desto größer die Schäden.
    Hunger, Elend und verbrannte Erde wird alles sein, was der Terror des Regimes hinterlassen wird.

  6. müller sagt:

    Hier kommen die großen Demokratie-Retter und alles,alles wird gut!!!

  7. jakob sagt:

    von welcher demokratie redet alle welt denn bloss immer?
    hat denn niemand mehr einen schimmer, was das bedeutet und das es sowas weder irgendwo auf erden gib, noch jemals wirklich gab?

  8. Hungerleider sagt:

    Zitat:
    „…Die Regierungen würden alles tun, um das Votum der Wähler am 25. Mai zu respektieren. Aber es gäbe eine ganze Reihe schwieriger Fragen zu klären, erklärte Merkel…“

    Haben wir eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Da wird mit Millionenaufwand eine Pseudowahl durchgeführt, die ihren ganzen Sinn darin findet, dass die politischen EU-Demoskopen und deren Führer ein Votum des Wählers sich so auslegen, dass sie ihre ganze Reihe schwieriger Fragen abarbeiten können?

    Ich fasse es nicht. „Morgen“, also demnächst, wandere ich aus, wenn es mir nicht gelingt, mehr als 100.000 Wähler-Europäer dazu zu bewegen, unseren Allerwertesten hochzukriegen und denen die Scheiben einzuschmeissen, die uns diese ganze Farce beschert haben und davon auch noch profitieren.

    ES REICHT!