Gewinn von Düngemittelkonzern K+S bricht ein

Das operative Ergebnis des Düngemittelkonzerns fällt um 21 Prozent auf 219,6 Millionen Euro. Der Umsatz von K+S sinkt um 7 Prozent. Auch die Preise entwickeln sich auf dem Kali- und Magnesiummarkt für die Landwirtschaft nicht nach oben.

Der Düngemittelkonzern K+S ist wegen deutlich gefallener Kali-Preise mit einem Gewinneinbruch in das Jahr gestartet. Der operative Gewinn (Ebit I) sei um 21 Prozent auf 219,6 Millionen Euro gesunken, teilte das Kasseler Unternehmen am Mittwoch mit. Analysten hatten im Schnitt mit 200 Millionen Euro gerechnet. Der Rohstoffkonzern setzte von Januar bis März 1,19 Milliarden Euro um und damit rund sieben Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 141,5 Millionen Euro – ein Minus von knapp 26 Prozent. Der Durchschnittspreis der Kali-Produkte lag im ersten Quartal um 15 Prozent unter Vorjahr.

 

Die Preise für Kali-Düngemittel, mit denen K+S den Löwenanteil seines Gewinns erwirtschaftet, sind seit dem Platzen des russisch-weißrussischen Exportbündnisses BPC im Sommer des vergangenen Jahres stark unter Druck.

„Die Nachfrage nach Kali- sowie Magnesiumprodukten ist robust und wir sehen Anzeichen dafür, dass die Talsohle beim Preisniveau hinter uns liegt“, sagte Konzernchef Norbert Steiner am Mittwoch. In den Zahlen zum ersten Quartal spiegelte sich das allerdings noch nicht wider.

Auch der weltgrößte Düngemittel-Produzent Potash hatte zum Jahresstart die Turbulenzen auf dem Kali-Markt zu spüren bekommen. Der Nettogewinn des kanadischen Konzerns brach im ersten Quartal sogar um fast 39 Prozent auf 340 Millionen Dollar ein. Der Umsatz ging um 20 Prozent auf 1,68 Milliarden Dollar zurück.

Konzernchef Steiner sieht inzwischen aber Anzeichen einer Erholung im weltweiten Kali-Markt. So hätten Rivalen aus Russland und Nordamerika Vertragsabschlüsse mit den großen chinesischen und indischen Abnehmern erzielt. Die Nachfrage habe sich daraufhin stabilisiert. K+S habe in seinen wichtigen Märkten Europa und Brasilien eine hohe Nachfrage gespürt. Die Preise hätten sich aber nur allmählich erholt. Im großen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sei daher das Ergebnis im ersten Quartal um 36 Prozent eingebrochen.

Besser lief es dagegen im kleineren Salzgeschäft des Konzerns. K+S profitierte im Auftaktquartal vom harten Winter in Teilen Nordamerikas, was die Nachfrage nach Auftausalz kräftig steigen ließ. Das Spartenergebnis im Salzgeschäft kletterte um 21,9 Prozent.

Steiner bekräftigte den bisherigen Geschäftsausblick. K+S erwartet einen „moderaten“ Umsatzrückgang nach 3,95 Milliarden Euro 2013. Das operative Ergebnis und den Überschuss erwartet Steiner deutlich unter Vorjahr. 2013 hatte der Konzern einen operativen Gewinn von 655,9 Millionen Euro und einen Überschuss von 434,8 Millionen Euro erzielt.

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