Österreichs Wirtschaft wächst im ersten Quartal kaum

Österreichs Wirtschaft tritt auf der Stelle. Die Österreicher konsumierten im ersten Quartal nur wenig. Die Investitionen der Unternehmen nahmen indes leicht zu.

Die österreichische Wirtschaft ist auch zu Jahresbeginn nur leicht gewachsen. Nach ersten Berechnungen legte die Wirtschaftsleistung in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent zu, wie das Wiener Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Donnerstag mitteilte. Zwar blieben Waren und Dienstleistungen „Made in Austria“ im Ausland gefragt. Die Österreicher selbst konsumierten aber nur wenig. Im vierten Quartal des Vorjahres wuchs die Wirtschaft der Alpenrepublik um 0,4 Prozent – im gesamten vergangenen Jahr um 0,3 Prozent.

Die Erholung der österreichischen Wirtschaft kam auch Anfang 2014 nur sehr zaghaft voran. Die Binnennachfrage wächst zwar beständig, jedoch weiterhin nur sehr träge. Der Konsum der privaten Haushalte expandierte abermals real um nur 0,1% gegenüber der Vorperiode, jener der öffentlichen Haushalte nahm um 0,4% zu.

Erstmals seit dem I. Quartal 2012 nahm die Investitionsnachfrage wieder zu, schreibt das Wifo-Institut: „Die Bruttoanlageinvestitionen wurden gegenüber dem Vorquartal real um real 0,1 Prozent ausgeweitet, nachdem im IV. Quartal 2013 ein Rückgang um 0,2 Prozent zu beobachten war. Die Zugewinne konzentrierten sich auf den Baubereich (+0,4%), während die Investitionen in Ausrüstungen weiterhin rückläufig waren (-0,3%). Die Zunahme der Nachfrage nach Fahrzeugen glich hier die nach wie vor schlechte Entwicklung der Maschineninvestitionen nicht aus.“

Wesentliche Impulse für die heimische Wirtschaft kamen im ersten Quartal 2014 ausschließlich vom Außenhandel, jedoch waren auch sie relativ verhalten: Zwar erhöhte sich der Export i. w. S. gegenüber der Vorperiode real um 1,5 Prozent und damit etwas stärker als im IV. Quartal 2013 (+1,3%), jedoch zog zugleich der Import an (+1,1% nach 0,7%).

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