Tariflöhne steigen um drei bis fünf Prozent

20 Millionen Beschäftigte in Deutschland haben einen Tarifvertrag. Die meisten von ihnen erhalten drei, im öffentlichen Dienst sogar fünf Prozent mehr Lohn. Angestellte im Osten bekommen geringfügig mehr, um das Lohngefälle langfristig abzubauen.

Viele der knapp 20 Millionen Beschäftigten mit einem Tarifvertrag können sich über spürbare Lohnerhöhungen freuen. Die seit Herbst 2013 in vielen großen Branchen abgeschlossenen Vereinbarungen sehen meist ein Plus von mindestens drei Prozent vor, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Erhebung des Statistischen Bundesamtes zeigt. Damit setze sich die seit Mitte 2011 zu beobachtende Entwicklung fort.

Im öffentlichen Dienst des Bundes und der Gemeinden erhalten die Mitarbeiter etwa ein Plus von bis zu fünf Prozent (hier). Zur linearen Erhöhung von 3,0 Prozent kommen noch mindestens 90 Euro für die unteren Einkommensgruppen hinzu.

In der Chemieindustrie gab es ein Plus von 3,7 Prozent (mehr hier). Für Tarifbeschäftigte in den ostdeutschen Bundesländern habe es in den Branchen Gebäudereinigung (5,3 Prozent), Zeitarbeit (4,8 Prozent) sowie Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (3,7 Prozent) höhere Abschlüsse als in Westdeutschland gegeben, erklärten die Statistiker. Damit sollen die Verdienstunterschiede zwischen Ost und West schrittweise abgebaut werden.

 

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Kommentare

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  1. Selfmade sagt:

    Was sollen die Menschen mit all dem Geld anfangen?

    http://youtu.be/R_rBqMfJxkM

  2. Heidjer sagt:

    Als AN des öD komme ich in den Genuß einer solchen spürbaren Lohnerhöhung. 3% dieses Jahr, 2,4% fürs nächste Jahr.Zieht man davon ca 1,3% Steuern/Sozialabgaben und 1,5% Inflation ab, bleiben dieses Jahr ein Plus von 0,2%, nächstes Jahr ein Minus von ca. 0,2%. Das haut ja richtig rein. Ich weiß gar nicht wohin mit dem Geld!