Wirtschafts-Sanktionen treiben Russland-Geschäft nach China

Die Androhung von Wirtschafts-Sanktionen gegen Russland im Rahmen der Ukraine-Krise fügt der deutschen Wirtschaft schaden zu. Unternehmen befürchten, dass Russland verstärkt Geschäfte mit China und Japan machen wird.

Deutschlands Unternehmen befürchten bei scharfen Sanktionen gegen Russland den Verlust lukrativer Geschäfte an die Konkurrenz aus Asien. Weitergehende Wirtschaftssanktionen würden „zu einer deutlichen Hinwendung der russischen Wirtschaft und Politik nach Asien, insbesondere nach China, führen“, heißt es in einem Positionspapier der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer an die Bundesregierung. „Ein solcher Verlust von Marktpositionen europäischer und deutscher Unternehmen würde angesichts schon jetzt schwieriger Marktverhältnisse langfristig und nachhaltig sein.“

Nach Ansicht der deutschen Firmen droht ihnen bei scharfen Sanktionen gegen Russland ein Verlust an Wettbewerbsfähigkeit, Marktanteilen und Arbeitsplätzen. „Das entstehende Vakuum wird mit hoher Wahrscheinlichkeit von anderen Ländern gefüllt“, heißt es in dem Papier. Auch drohe eine verstärkte Vergabe von Aufträgen an örtliche Wettbewerber sowie die Stornierung oder zeitliche Streckung von Projekten durch russische Auftraggeber.

„Die fortgesetzte Drohung mit weiteren Sanktionen beeinträchtigt die Planungssicherheit empfindlich“, warnt die Kammer. Schon jetzt gebe es „zum Teil auch massive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft in Russland“. Dort sind etwa 6.000 deutsche Unternehmen aktiv. Die Exporte nach Russland waren im Januar/Februar um 16 Prozent eingebrochen (mehr hier).

Handelssanktionen würden zu einer Reaktion der russischen Seite führen, mit unabsehbaren juristischen Konsequenzen. „Die Verträge zwischen den Unternehmen sind auf privatwirtschaftlicher Grundlage geschlossen und enthalten bei Nichteinhaltung massive Kompensationen, die von russischer Seite vor internationalen Gerichten mit großer Aussicht auf Erfolg eingeklagt werden könnten“, heißt es in dem Papier weiter (hier).

Wegen des russischen Vorgehens im Ukraine-Konflikt droht die EU mit harten Wirtschaftssanktionen. Bislang wurden Kontensperrungen und Einreiseverbote gegen Privatpersonen verhängt. Die Auslandshandelskammer fordert eine diplomatische Lösung des Konflikts, die ohne Sanktionen auskommt.

Kommentare

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  1. Grandioser Lügener sagt:

    …und das ist gut so.
    Vielleicht werden dann ein paar unbelehrbare Linke wach wenn es
    eine Million Arbeitslose mehr gibt, und die gebratenen Tauben fehlen.

  2. M.Krispin sagt:

    Es zeigt sich eben, dass es besser waere nur Westdeutsche, ja sogar bayrische Fuehrungskraefte ans Ruder zu lassen, statt einer lethargischen Ostdeutschen mit offensich vorhandener Russlandphobie und einem alten Mann dem die Freiheit in den Kopf geschossen hat. Ich will damit nicht die ostdeutschen Buerger im Prinzip diffamieren. Schliesslich wird dort vermehrt noch die Linke als mittlerweile einzige demokratische Alternative unterstuetzt. Frueher waere mir eher der Finger abgefallen als solche Worte zu schreiben. Aber Schroeder hatte 100%Recht, sie kann es nicht.

  3. Peter G. sagt:

    Was soll man von einer Kanzlerdarstellerin halten, die beteuert, das „gute Verhältnis“ mit Russland fortsetzen zu wollen und gleichzeitig (!) befehlsgemäß weitere Sanktionen fordert. Putin wird das ebensowenig vergessen wie die einheitliche Haltung der Systemparteien und der Medien. Diese Sanktionen werden schmerzhaft auf Deutschland zurückfallen und viele Arbeitsplätze kosten. Wer sich fragt, in wessen Sinn das ist, mag unter den „Freunden und Partnern“ suchen. Falls es einen kalten Winter gibt: Zieht Euch warm an!

  4. Hans von Atzigen sagt:

    All zu viele Rationale Gründe gibt es für den Westen nicht, der dafür spricht gegen Russland auf Konfrontationskurs zu gehen.
    Gewiss da gibt es Psychologische Vorbehalte, 70 Jahre Kommunistischer Diktatur wirken auch in den Köpfen des Westens.
    Da übersehen einfach zu viele, Russland ist seit innzwischen 25 Jahren im Kern Demokratisch strukturiert. Nicht zu vergessen das erste mal in seiner Geschichte.
    Das sich nach Jahrhunderten des Absolutismus mit nachfolgender nicht minder Absolutistischer Kommunistischer Herrschaft nicht über Nacht eine Liberale Gesellschafts- Vorm herausbildet müsste Grundsätzlich nachvollziehbar sein.
    Da geht der Westen gegen einen Potentiell Geostrategischen Partner auf Konfrontationskurs.
    Russland einen Offensiven Grundkurs zu unterstellen ist wenig Fundiert.
    a.) Russland ist auch auf längere Sicht kein bedeutender Konkurrent auf dem Weltabsatzmarkt. Im Gegenteil der innere Aufbau erfordert noch für Jahrzehnte alle zur Verfügung stehenden Ressourcen= Absatzmarkt auch für den Westen.
    Russland verfügt über auch für den Westen interessante Rohstoffvorkommen damit kann Russland seine Modernisierung weiter Vorantreiben und somit solide Gegenfinanzieren. Grundsätzlich ein interessanter Handelspartner.
    Geostrategisch- Machtpolitisch- Militärisch sind kaum grosse Weltpolitische Ansprüche auszumachen. Die Militärischen Ambitionen das zeigen die Aktionen der letzten 20 Jahre beschränkten sich auf das unmittelbare Umfeld.
    Die Unterstellung offensiver Territorialer Eroberungsgelüste sind den auch eher absurd.
    Russland hat im Gegensatz zu vielen anderen Weltregionen kaum ein Übervölkerungsproblem. Russland kann in jeder Beziehung notfalls auch Autark weiter und überleben. Eine offensive Militärische Politik währe eine Dummheit, den das letzte das sich Russland leisten kann ist eine Kanonenfutterpolitik.(= verheizen seiner eher unterdotierten Ressourcen an Menschen im Wehrfähigen Alter.)
    Gewiss da ist eine bedeutendes Militärisches Potential das allemal für entsprechende Präventive Aktionen ausreicht. Es liegt am Westen dies NICHT fahrlässig und wenig überlegt herauszufordern. Eine Massvolle ganz klar LOCKERE Strategische Partnerschaft währ da wohl längst der bessere Weg. Das Rezept des kalten Krieges
    Friedliche Koexistenz. Russland hat selbst während des kalten Krieges ein hohes Mass an Verlässlichkeit unter beweis gestellt.
    Ein nüchterner Abgleich zeigt, Russland ist dem Westen auch kulturell wesentlich näher als andere Regionen auf dem Planeten, da ist wesentlich mehr an Gemeinsamem als an grundsätzlich trennendem.
    All zu viele rationale Gründe die für eine offene Konfrontation gegen Russland sprechen, sind schwer auszumachen.
    Tja das ganze könnte sich am Ende als verheerender Historischer Fehler herausstellen???
    Freundliche Grüsse

  5. Wolfgang Dresen sagt:

    Weiter so Merkel,(Sklafin der USA) ihre Machtgier treibt uns in den Ruin – wird sie dafür Haften?
    Nein, wir werden die Suppe wie immer ausbaden müssen und sie wird ihre Traumrente kassieren und lachen über die blödheit des Volkes. Alle sehen ihre Machenschaften, schauen zu – und das Beste: sie wählen sie auch noch – Armes Deutschlan.

    • Grandioser Lügener sagt:

      Würden Sie mit jemandem tauschen, der zwar keine finanziellen Probleme
      hat, aber keinen einzigen Schritt ohne Bewachung machen kann.
      Weil er um Leben und Gesundheit fürchten muss ?
      Nein danke. Das ist kein erstrebenswertes Dasein bis zum Lebensende.

  6. Falke sagt:

    Die Wirtschaft dominiert einerseits alle Lebensbereiche, andererseits wird sie vom Staat für Machtzwecke instrumentalisiert. Das zeigt, wie dringend notwendig es ist, den überall existierenden Einheitsstaat, der alle Lebensbereiche in sich fasst und reglementiert, in drei voneinander relativ unabhängige, sich jeweils selbst verwaltende Bereiche aufzugliedern: das Wirtschaftsleben, das kulturell-geistige Leben mit dem Bildungssystem und das staatlich rechtliche Leben im engeren Sinne. Keines dieser Gebiete dürfte in die anderen hineinregieren. Dann wären den herrschenden Cliquen die Machtspiele mit der Wirtschaft gegen die Interessen der Menschen entzogen.
    Vgl. dazu:
    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/02/28/die-uberwucherung-von-politik-und-kultur-durch-die-okonomie/

  7. cashca sagt:

    Die Schuss mit den Sanktionen geht wohl nach hinten los.
    Machen die Deutschen keine Geschäfte mehr mit Russland, gehen die Geschäfte eben woanders hin, nach China z.B.
    Wei naiv und dumm muß man sein, zu glauben, damit könnte man Putin beienducken. Die EU u. Deutschland wird noch auf den Knien betteln, nach den Sanktionen wieder ins Geschäft mit Russland zu kommen.
    Nur, was weg ist ist weg, Aufträge die schon andere haben, kann man nicht mehr holen.
    Der EU kann man nur noch sagen: “ Der Herr erleuchte sie !“
    Bei den US Psychopaten hilft auch das nicht mehr, sie sind gefangen in ihrer Gedankenwelt , nichts und niemand kann dies Leute ändern. Das kann nur der Entzug über die Macht des Geldes auf der Welt bewirken.
    Das Geld regiert die Welt, haben sie das nicht mehr, hört deren Regentschaft auf. Je schneller das geschieht, um so besser.

  8. Gustav sagt:

    Hier zeigt sich die fatale Vasallenpolitik unserer Politiker. Auf Befehl der US-Finanzmächte verhängen sie Sanktionen, die nur unserer Wirtschaft schaden. Russland sucht sich erzwungenermassen andere Partner und wir schauen in die Röhre, wie beim Röhrenembargo in den 60er Jahren. Da lieferte dann England die Röhren für die Pipelines an Russland.

  9. T.Körner sagt:

    Immer weiter so . Wer zuletzt lacht , lacht am besten und das ist ……..?

  10. Cathala Zollabwicklung UG sagt:

    Im Rahmen meine langjährige Tätigkeit im Sektor Aussenwirtschaft Import/Export sind jetzt schon negativen Auswirkung-en- auf die deutsche Wirtschaft zu verzeichnen. Entgegen alle Medien Berichte sind zum 01.05.2014 sind Zollrechtlich alle Export-Genehmigungen nach Russland außer Kraft gesetzt worden.
    Es ist mehr als Erschreckend zu zu sehen wie vielen und langjährigen unseren Kunden wie – kleinen und mittelständigen handwerkerbetrieben- ihren mühseligen aufgebauten Geschäftsbeziehungen mit Russland jetzt verlieren. Dies daraus resultierend Kettenreaktion muss ich hier nicht erwähnend und ergibt sich von selbst.
    Mein Gott, ich verstehe alle „groß“ Politiker nicht mehr und dessen Vorgehensweise die ganz bestimmt erneuert zu einen kalten Krieg führen wird , ein Zeichen das wir doch nichts aus der Vergangenheit gelernt haben. Nun erlaube ich mir hier eine Frage zu stellen:
    – Herren / Damen Politiker lassen sich sich vom Nachbarn vorschreiben wann und wie Sie alle ihren Landes internen Entscheidungen, Handlungen zu treffen haben, oder vertreten Sie dabei jeweils nur ihre eigenen Interesse im Hinblick auf die Vorhandenen Boden Ressource in Russland ?
    – Wo bleibt hier die Diplomatie, die Rücksicht und Sorge auf alle Bürger / Menschen ?
    Und zuletzt
    – während die Politiker “ mentalen Krieg fuhren“ gehen die Bürger zu Gründe
    – wo bleibt die gesunde / reale und menschliche Diplomatie ?
    Eine friedlichere Losung gibt es immer …….
    Vielleicht wird diese Text hier sofort gelöscht oder sogar „sanktioniert“ und dessen Verfasser. Dabei drucke ich nur meine Angst aus im Hinblick auf heute und die Zukunft.