Linde AG hofft auf stärkeren Dollar

Die Linde AG, der weltweit größte Industrie-Gas-Konzern, leidet unter dem starken Euro. Mittelfristig rechnet der Konzern jedoch mit steigenden Zinsen im Dollarraum. Dadurch werde auch die US-Währung anziehen, hofft Linde.

Der weltgrößte Industriegasekonzern Linde plant nach den milliardenschweren Zukäufen der Vergangenheit derzeit keine größeren Übernahmen. „Unsere Märkte sind zwar weitgehend konsolidiert, aber kleinere Abrundungen sind immer mal möglich“, sagte Linde-Finanzchef Georg Denoke der Börsen-Zeitung.

Linde hat in den vergangenen Jahren mehrere milliardenschwere Übernahmen gestemmt, zuletzt den 3,6 Milliarden Euro schweren Kauf des US-Konzerns Lincare durch den die Münchener im Geschäft mit Medizingasen zur weltweiten Nummer eins aufstiegen. Dies trieb auch die Nettoverschuldung in die Höhe, die Ende März noch bei 8,1 Milliarden Euro lag. Linde wolle die Verschuldung mittelfristig weiter zurückführen, sagte Denoke.

Eine Belastung bleibt für den Konzern der starke Euro. „Wir würden uns einen stärkeren Dollar wünschen“, sagte Denoke. „Mittelfristig gehe ich davon aus, dass im Dollarraum die Zinsen steigen werden – dann wird auch die US-Devise wieder höher bewertet.“ Im ersten Quartal hatten Linde vor allem die Kursverluste des US-Dollar, sowie der Währungen Australiens und Südafrikas zum Euro ausgebremst. Das operative Ergebnis schrumpfte um 2,7 Prozent auf 927 Millionen Euro.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Tommy Rasmussen sagt:

    „Mittelfristig gehe ich davon aus, dass im Dollarraum die Zinsen steigen werden – dann wird auch die US-Devise wieder höher bewertet.“

    Mittelfristig gehe auch ich davon aus, dass im Dollarraum die Zinsen steigen werden – dann wird die US-Devise sofort kollabieren.

    UND:

    Der IWF hält alle 5 Jahre eine Konferenz zu den SDR… Nächste vorgesehene Treffen ist Ende 2014/Anfang 2015 geplant. Der US-Kongress hätte im April darüber abstimmen sollen, ob eine weitere Kapitalbereitstellung für den IWF durch die USA erfolgt. Die Abstimmung fand nie statt… Russland und andere Staaten haben danach den IWF aufgefordert auch ohne die USA ihre Reformen weiter voran zu treiben: Die Einbindung des Yuan in den SDR-Korb. Ein US-Dollar ist heute 0,64 SDR wert… aber der internationale und nationale Wert des Dollars wird in den Pennybereich abstürzen.
    http://www.alt-market.com/articles/2126-false-eastwest-paradigm-hides-the-rise-of-global-currency
    http://konjunktion.info/2014/05/ukraine-das-ablenkungsmanoever-auf-dem-weg-zur-weltwaehrung/