BMW plant baldige Entscheidung über neues Werk in Mexiko

BMW plant laut Medienberichten eine Entscheidung über eine mögliche Fabrik in Mexiko bis Mitte Juli. Der Konzern will durch den neuen Standort die starke US-Nachfrage effizienter bedienen. Schon in drei Jahren könnten die ersten 3er-BMWs in Mexiko vom Band rollen.

BMW wird einem Medienbericht zufolge Mitte Juli die Entscheidung für ein Werk in Mexiko fällen. Dort stünden als Standorte die Bundesstaaten Hidalgo und San Luis Potosi zur Wahl, berichtete die Branchenzeitung Automobilwoche am Sonntag ohne Quellenangabe.

Schon seit langem gibt es Spekulationen über eine BMW-Fabrik in Mexiko. Geschürt wurden sie zuletzt durch Äußerungen von BMW-Chef Norbert Reithofer. „Amerika ist und bleibt ein wichtiger Baustein unseres globalen Wachstums“, hatte Reithofer am Donnerstag auf der Hauptversammlung gesagt. Es gebe aber noch keine endgültige Entscheidung für einen weiteren Produktionsstandort in diesem Raum. Ein Konzernsprecher bekräftigte am Sonntag diese Aussage. „Wir schauen uns routinemäßig verschiedene Standorte an“, sagte er.

Mit einer Fabrik in Mexiko könnte BMW die Nachfrage im gut laufenden US-Markt, aber auch die Hoffnungsmärkte Südamerikas bedienen und sich durch die Produktion im Dollarraum gegen Währungsschwankungen wappnen. In Mexiko sollen dem Blatt zufolge in drei Jahren Fahrzeuge der mittleren Baureihen wie der 3er vom Band laufen. Anfänglich sei ein Produktionsvolumen von bis zu 100.000 Fahrzeugen vorgesehen.

Für ein BMW-Werk in Hidalgo sprechen dem Bericht zufolge die Nähe zu Puebla mit der gut ausgebauten Zuliefer-Infrastruktur sowie die Nähe zu Mexiko-Stadt, die die Suche nach qualifizierten Arbeitskräften erleichtere. In Puebla betreibt VW bereits seit Jahrzehnten ein Werk, eine neue Fabrik der VW-Tochter Audi soll 2016 die Produktion aufnehmen.

Kommentare

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  1. Werner sagt:

    „…Der Konzern will durch den neuen Standort die starke US-Nachfrage effizienter bedienen…“

    Aber nicht mit dem gezeigten Auto !!! Ha , ha , ha !
    Die Amerikaner kaufen solche (europäischen) Autos NICHT !
    Netter Versuch die Amerikaner wie Europäer aussehen zu lassen. VW z.B musste ein spezielles „amerikanisches Model“ für den Passat entwickeln (ca. 15 cm länger und grösserer Motor und billiger als das europäische Modell !! ) das nur auf dem amerikanischen Markt , und dort anstatt dem europäischen Modell erhältlich ist ! Und hat trotzdem in Amerika nur ca. 1 – 2% Marktanteil ! So sieht’s aus !!! Der Normal-Deutsche weiss / erfährt davon natürlich nichts !

    mfg. Werner