Rüstungskonzerne legen Angebot für europäische Drohne vor

Die europäische Airbus Defence and Space, die französische Dassault Aviation und die italienische Alenia planen ein gemeinsames Drohnenprojekt. Ein entsprechendes Angebot haben sie den drei Staaten vorgelegt. Deutschland will sich laut Koalitionsvertrag für die Entwicklung einer europäischen Drohne einsetzen.

Drei europäische Rüstungskonzerne planen einem Medienbericht zufolge ein gemeinsames Drohnenprojekt.

An dem MALE2020 genannten Vorhaben seien die europäische Firma Airbus Defence and Space, die französische Dassault Aviation und die italienische Alenia beteiligt, berichtete die ARD unter Berufung auf eine für Montag geplante Pressemitteilung. Die drei hätten den Verteidigungsministern von Frankreich, Deutschland und Italien ein Angebot zur Formulierung eines Programms für mittlere Flughöhe und lange Flugdauer gemacht, hieß es.

Die Aufklärungsdrohne Euro Hawk, die von Airbus und dem US-Konzern Northrop Grumman entwickelt wurde, wurde von dem damaligen Verteidigungsminister Thomas de Maiziere vor einem Jahr wegen massiver Probleme gestoppt. Die große Koalition aus Union und SPD will sich laut Koalitionsvertrag für die Entwicklung einer europäischen Drohne einsetzen.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, zunächst gehe es dabei um eine Aufklärungsdrohne. In der weiteren Entwicklung gebe es dann auch Optionen für eine Bewaffnung. Vergangenen Herbst hätten die Firmen einen ähnliche Vorstoß unternommen. Es gebe aber für die Bundeswehr keinen Zeitdruck. So könne etwa in Afghanistan noch bis 2015 die so genannte Heron-Drohne eingesetzt werden. Notfalls könne man den Vertrag zur Nutzung von Heron auch noch verlängern.

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