Regierung will Haltbarkeits-Datum für Lebensmittel abschaffen

Die Bundesregierung unterstützt eine Initiative zur Abschaffung des Mindesthaltbarkeits-Datums bei bestimmten Lebensmitteln. Bei Nudeln, Reis oder Kaffee sage dieses Datum nur etwas über die Qualität aus. Ein späterer Verzehr sei jedoch nicht zwangsläufig mit Risiken verbunden.

Die Bundesregierung unterstützt die Initiative mehrerer EU-Länder zur Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums bei bestimmten Lebensmitteln. Nach Angaben von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) werden in Deutschland pro Jahr elf Millionen Tonnen an Nahrungsmitteln weggeworfen. Das sei ethisch nicht vertretbar.

„Das Essen ist zu gut für die Tonne“, sagte Schmidt am Montag in Brüssel vor einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen. Angaben zum Verbrauch bei verderblichen Produkten wie Fleisch solle es aber weiter geben. Schmidt forderte die EU-Kommission auf, im Juni einen Bericht vorzulegen, in dem dargelegt werde, bei welchen Produkten das Haltbarkeitsdatum notwendig sei und bei welchen nicht.

Nach Angaben der niederländischen Regierung, die mit Schweden die Initiative gestartet hat, könnte beispielsweise bei Nudeln, Reis oder Kaffee auf ein Mindesthaltbarkeitsdatum verzichtet werden, da die Angabe nur etwas über die Qualität eines Produkts aussage, nicht aber zwangsläufig über Risiken beim Verzehr.

Die EU-Kommission will im Laufe des Jahres Vorschläge präsentieren, wie der Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum deutlicher gemacht werden können. Ersteres sagt vor allem etwas über die nachlassende Qualität eines Nahrungsmittels aus, das Verbrauchsdatum kommt bei leicht verderblichen Produkten zur Anwendung.

Kommentare

Dieser Artikel hat 5 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Robert Meyer sagt:

    Das ist die Blaupause für TTIP, damit der Bürger darauf eingestimmt wird was auf Ihn zukommt wenn das TTIP-Abkommen in Kraft tritt.
    Bürger seit wachsam !!!!!

  2. Matthes sagt:

    Warum gleich abschaffen? Man könnte ja auch realistische Verfallsdaten angeben. Man muss nicht immer übertreiben!

  3. Tommy Rasmussen sagt:

    Ablaufdatum: Nudeln, Reis, Fleischkonserven und Fertiggerichte (dehydriert). Es war für alle eine Überraschung, dass derart „alte“ Lebensmittel noch ohne grössere Qualitätseinbussen geniesbar waren. Das einzige Problem war Insektenbefall.
    http://schnittpunkt2012.blogspot.co.at/2014/05/lebensmittelkrisenlager-ablaufdatum.html

  4. Harry sagt:

    Politiker sind nur um unser Wohl bemüht. Schließlich wissen sie besser, wie wir unser Leben leben sollen als wir selbst. Deshalb gibt es auch so vorsorgende Dinge wie – kein Witz! – ein Haltbarkeitsdatum auf Speisesalz. Ja, das Speisesalz, was zuvor aus tiefen Erdschichten an die Oberfläche gebracht wurde oder aus dem Meer geerntet wurde.

    Auf meine nachfrage beim HErsteller hieß es, laut den geltenden Gesetzen müsse auch auf Speisesalz ein solches Datum.

    Oder Vollkonserven. Der Hersteller sagt auf Nachfrage, dass Vollkonserven natürlich unbegrenzt haltbar seien, bei einer Lagerung über 10 Jahren es aber zu Geschmacksveränderungen kommen könnte. Aber auch hier müsse man aufgrund gesetzlicher Bestimmungen einen Haltbarkeitsdatum angeben.

  5. Friedrich sagt:

    Für die Tonne ??
    Was wird aus den Hartz4 Leuten, bekommen die den auch noch was.

    Wie viel Tonnen werden den in der EU an Lebensmittel vernichtet um die Preise hoch zu halten