Flughafen Wien profitiert von Lufthansa-Streik

Am Flughafen Wien starteten und landeten im April 1,9 Millionen Passagiere. Das ist ein Plus von 7,8 Prozent. Ursache ist neben Ostern auch der Pilotenstreik bei der Lufthansa. Der Konzerngewinn stieg im ersten Quartal um mehr als ein Viertel auf 12,2 Millionen Euro.

Der große Streik bei der Lufthansa bescherte dem Flughafen Wien im April ein sattes Passagierplus. Insgesamt starteten und landeten am Heimatflughafen der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines im April 1,9 Millionen Passagiere – ein Plus von 7,8 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Neben dem stärkeren Transferaufkommen in Wien aufgrund des Pilotenstreiks bei der größten deutschen Fluglinie sorgte auch Ostern für zusätzliche Passagiere.

Für das Gesamtjahr gibt sich der Flughafen Wien nun etwas optimistischer als zuletzt. An der Prognose von einem Plus bei den Passagieren von einem bis drei Prozent hält das Unternehmen zwar fest. Man gehe aber nunmehr davon aus, am oberen Ende der Bandbreite zu liegen.

Anleger reagierten erfreut. An der Wiener Börse stiegen die Flughafen-Wien-Papiere 1,6 Prozent auf 66,9 Euro.

Gefragt seien derzeit westeuropäische Destinationen sowie Nord-Amerika-Routen, während nach Osteuropa derzeit weniger Passagiere fliegen würden. Der Wiener Flughafen – der sich gerne als Drehscheibe Richtung Osteuropa bezeichnet – habe auch wegen Kapazitätskürzungen bei wichtigen Airlines Passagiere verloren. So habe etwa Air Berlin beschlossen, das Streckennetz nach Osteuropa auszudünnen. Aber auch die politischen Unruhen in der Ukraine würden Spuren bei den Buchungen hinterlassen.

Der Konzerngewinn stieg im Auftaktquartal vor allem dank gesunkener Sach- und Personalkosten um mehr als ein Viertel auf 12,2 Millionen Euro. Der milde Winter habe einerseits zu geringeren Erlösen aus der Flugzeug-Enteisung geführt, was den Umsatz um 4,4 Prozent auf 139,5 Millionen Euro schrumpfen ließ.

Andererseits sei weniger für Enteisungsmittel und Treibstoffe ausgegeben worden. Zudem musste weniger Personal für den Winterdienst eingesetzt werden. Die Ergebnisse lagen im Rahmen der Erwartungen von Analysten.

Für das Gesamtjahr hält der Konzern an seiner Prognose fest: Bei einem Umsatz von über 630 Millionen Euro werde weiterhin ein Konzerngewinn von über 75 Millionen Euro erwartet. Im Vorjahr erzielte der Flughafen Wien bei einem Umsatz von 622 Millionen Euro unter dem Strich einen Gewinn von 73,3 Millionen Euro.

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