Österreichische Firmen investieren weniger in Europa

Die Direktinvestitionen österreichischer Firmen in Zentral-, Ost- und Südosteuropa sind im vergangenen Jahr auf 1,5 Milliarden Euro eingebrochen. Das ist der niedrigste Wert seit 1999. Vor allem in Osteuropa investieren die Österreicher derzeit kaum.

Österreichische Unternehmen kehren Osteuropa den Rücken zu: Im vergangenen Jahr brachen die Direktinvestitionen aus der Alpenrepublik in Zentral-, Ost- und Südosteuropa auf 1,5 Milliarden Euro ein – der niedrigste Wert seit 1999, wie die Oesterreichische Nationalbank am Dienstag erklärte.

„Osteuropa – bitte warten“, fasste OeNB-Statistik-Chef Johannes Turner die Tendenz zusammen. „Wenn Investitionen stattfinden, dann im Bereich der Kern-EU-Länder“, sagte Turner.

Vor der Krise – in den Jahren 2007 und 2008 – hatten Unternehmen und Banken aus Österreich noch jeweils rund fünf Milliarden Euro in Osteuropa investiert. Grund dafür dürften die anhaltend maue Konjunktur sowie politische Turbulenzen in einigen Ländern sein – vor allem in Ländern wie der Ukraine und Ungarn.

Insgesamt profitierte Österreichs Wirtschaft im vergangenen Jahr von Rekordeinnahmen aus dem Tourismus. Die Zahlungsbilanz fiel daher mit einem Überschuss von 8,5 Milliarden Euro im Vergleich zu einem Plus von 7,3 Milliarden Euro im Jahr davor erneut positiv aus.

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