Forscher bitten Russland um längeres Engagement im Weltall

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt will Russland zu einem längeren Engagement für die Internationale Raumstation ISS bewegen. Russland hatte als Reaktion auf die US-Sanktionen in der Ukraine-Krise angekündigt, die Raumstation nur noch bis 2020 zu betreiben.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bemüht sich darum, Russland zu einem längeren Engagement für die Internationale Raumstation ISS zu bewegen. Er habe die Hoffnung, dass es gelingen werde, doch noch eine ISS-Nutzung über 2020 hinaus sicherzustellen, sagte DLR-Chef Johann-Dietrich Wörner am Dienstag auf der Luftfahrtausstellung ILA in Schönefeld bei Berlin.

Russland hatte als Reaktion auf die US-Sanktionen in der Ukraine-Krise erklärt, sein Land werde einer Bitte der USA wohl nicht nachkommen, die ISS vier Jahre länger in Betrieb zu lassen. Nach bisherigen Planungen soll sie 2020 ihren Dienst einstellen. Nach der Stilllegung ihrer Shuttle-Flotte 2012 sind die USA auf russische Raketen zum Transport von Astronauten zur ISS angewiesen.

Wörner sprach sich dagegen aus, in eventuelle Sanktionen gegen Russland auch Forschung und Wissenschaft einzubeziehen. „Ich glaube, dass es richtig ist, die Kooperationen in alle Richtungen weiter voranzutreiben“, sagte er. Das schließe auch Russland ein. Er führe Gespräche mit allen Seiten, mit Russland wie auch mit den USA.

An dem Projekt ISS sind auch die Westeuropäer beteiligt. Am 28. Mai soll der deutsche Astronaut Alexander Gerst zur ISS aufbrechen und dann im Herbst zur Erde zurückkehren.

Kommentare

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  1. Helmut sagt:

    Ach die USA werden bis 2020 schon eine Lösung finden.
    Es ist Rußland nicht zuzumuten, mit derart unzuverlässigen Partnern zusammenzuarbeiten.

  2. Hans von Atzigen sagt:

    Eher unwahrscheinlich das sich die darauf einlassen. Die haben sicherlich aus Ihrer Sicht, dringendere Aufgaben als ein aufwendiges Spielzeug im Orbit mitzutragen.
    Das die überhaupt auf dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung bis 2020 mitmachen wollen, ist denn doch eher ein Beleg dafür das Russland auch auf Verlässlichkeit setzt.
    Denkbar währe da noch ganz anderes. ZB. Eine umgehende Einstellung der Sache.
    Rückholung der Besatzung mit anschliessender Sprengung der Raumstation.
    Sollte sich die aktuelle Lage weiter massiv zuspitzen wird auch letzteres auch vor 2020
    immer wahrscheinlicher.
    Tja da wird dem leider zu oft rechthaberisch bis arrogant auftretenden sog, Westen Stück für Stück der ,,Schneid,, abgekauft.
    Erst gross Kotzen und hinterher Bitte, Bitte.
    Entschuldigung, ein solches Gebaren ist denn doch eher peinlich.
    Freundliche Grüsse

  3. effe2 sagt:

    Warum?

    Die Amerikaner wareb doch schon 1969 auf dem Mond –
    die habne doch das knowledge.

    Oder doch nicht?