Studie: Anteil des Online-Handels wächst auf 40 Prozent

Der Anteil des Online-Handels kann in den entwickelten Volkswirtschaften bis zum Jahr 2025 auf bis zu 40 Prozent anwachsen, so eine Studie der Deutschen Post. Das Unternehmen reagiert darauf etwa mit der Einführung der „Briefkästen für Pakete“.

Der Online-Handel verspricht nach einer Studie der Deutschen Post auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern in den kommenden zehn Jahren massive Wachstumspotenziale.

Der Anteil des elektronischen Handels könne bis zum Jahr 2025 in den entwickelten Volkswirtschaften auf bis zu 40 Prozent und in den heutigen Schwellenländern auf bis zu 30 Prozent steigen, heißt es in der am Dienstag in Berlin vorgestellten Studie. Derzeit mache E-Commerce 8 Prozent des gesamten Handelsvolumens in Europa aus.

„Die Handelsbranche verändert sich rasant. Sie wird sich mehr verändern in der Zukunft, als in der Vergangenheit“, sagte Post-Vorstand Jürgen Gerdes. Der Logistikbranche komme dabei die vielleicht wichtigste Funktion zu. Die Post reagiere darauf, etwa mit dem Ausbau der Paketstationen oder dem Engagement im Online-Handel.

Gerdes verwies in diesem Zusammenhang zugleich auf die neuen Paketkästen, mit der die Post seit Monatsanfang ihr Geschäft in Deutschland anzukurbeln versucht. Die Nachfrage der Verbraucher zum „Briefkasten für Pakete“ sei zufriedenstellend und entwickle sich wie geplant, sagte der Post-Manager. Zur bisherigen Anzahl der Paketkästen, die in Vorgärten platziert werden können, wollte er sich nicht äußern.

Gerdes bekräftigte, die Post plane im Rahmen ihrer „Strategie 2020“ keine Zukäufe. Zwar sei nicht auf alle Zeit auszuschließen, dass nicht doch „etwas Kleineres“ gekauft werde. „Aber die Grundidee ist, wir kaufen nichts dazu, sondern wir versuchen uns organisch zu entwickeln.“

An der Studie waren laut dem Konzern zwei Trendforschungsinstitute sowie Experten von Handel, Logistik und Forschung beteiligt.

Die Deutsche Post hat derzeit Probleme mit dem Bundeskartellamt. Dieses sieht „klare Anhaltspunkte“ dafür, dass die Post im Geschäft mit Großkunden ihre Wettbewerber behindert. Die Post biete in diesem Bereich „Dumping-Preise“, so Kartellamtspräsident Mundt (mehr hier).

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