Ölfeld-Ausrüster SBO hat stabile Aufträge aus Russland

Der Auftragseingang des Ölfeldausrüster SBO war im April leicht schwächer. Für das Gesamtjahr rechnet das österreichische Unternehme aber vor allem in Nordamerika mit einer hohen Bohraktivität. In Russland spürt SBO derzeit trotz Ukraine-Krise keine Geschäftseinbußen.

Der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann (SBO) hat im Auftaktquartal von einer anziehenden Nachfrage profitiert. Der Auftragseingang stieg im ersten Quartal um gut ein Fünftel auf 114 Millionen Euro, wie das österreichische Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Nettogewinn kletterte um 1,7 Prozent auf 14,5 Millionen Euro. Die Erlöse schrumpften hingegen leicht um knapp drei Prozent auf 112,4 Millionen Euro.

Im April hat SBO jedoch einen leichten Nachfragerückgang zu spüren bekommen. „Der Auftragseingang war im April einen Tick schwächer“, sagte SBO-Chef Gerald Grohmann am Mittwoch in einem Interview mit Reuters.

Für das Gesamtjahr zeigt sich der Manager des österreichischen Unternehmens dennoch zuversichtlich: „Das sollte uns nicht beunruhigen, wir haben ein gutes, stabiles Marktumfeld“, sagte Grohmann. Vor allem in Nordamerika – einem wichtigen Absatzmarkt der Österreicher – werde mit einer hohen Bohraktivität gerechnet.

SBO beliefern große Ölbohrfirmen wie Baker Hughes, Halliburton oder Schlumberger mit Bohrsträngen und Bohrmotoren für Öl- und Gasbohrungen. Im Vorjahr hatten sich die Firmen mit Bestellungen zurückgehalten. Vor allem zu Beginn des vergangenen Jahres saßen sie auf vollen Lagern, weil sie für ihre Bohrungen weniger Geräte als erwartet benötigt hatten.

In Russland spürt SBO derzeit keine Geschäftseinbußen. „Man wird sehen, derzeit haben wir keinen Rückgang“, sagte der SBO-Chef.

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