USA warnen deutsche Firmenchefs vor Russland-Reise

Die US-Botschaft hält eine Teilnahme deutscher Firmen an der Wirtschaftskonferenz in St. Petersburg für problematisch. Es hat offenbar bei mehreren Unternehmen Anrufe gegeben, bei denen es um mögliche Folgen für das US-Geschäft ging. Wegen der Ukraine-Krise bleiben die USA der Konferenz fern.

Deutsche Konzernchefs sollten nach Einschätzung der US-Regierung Russlands Präsident Wladimir Putin angesichts der Ukraine-Krise die kalte Schulter zeigen. Die US-Botschaft signalisierte am Mittwoch, dass sie eine Teilnahme deutscher Firmen an der Wirtschaftskonferenz in St. Petersburg in dieser Woche für problematisch hält. Dort soll auch Putin sprechen.

In Branchenkreisen hieß es, es habe entsprechende Anrufe bei verschiedenen Unternehmen gegeben. Dabei sei es auch um Folgen für das US-Geschäft gegangen. „Es gibt die große Sorge bei deutschen Firmen, dass eine Teilnahme als unfreundlicher Akt von den USA betrachtet würde“, sagte ein Wirtschaftsvertreter.

Ein Sprecher der US-Botschaft wollte dies nicht bestätigen, er verwies aber auf die Linie des US-Außenministeriums: „Wir glauben, dass Spitzenmanager, die nach Russland reisen, um dort auf Konferenzen hochrangige öffentliche Auftritte mit russischen Regierungsvertretern zu haben, eine unangemessene Botschaft aussenden.“ Firmen müssten zwar generell selbst eine Entscheidung treffen.

Gleichzeitig betonte er: „US-Regierungsvertreter werden nicht an dem St. Petersburg International Economic Forum, dem Internationalen Energie Forum oder dem World Petroleum Congress teilnehmen.“ In der Stellungnahme des Außenministeriums wird keine Unterscheidung zwischen amerikanischen und europäischen Unternehmen gemacht.

Der Westen wirft Russland vor, die Ukraine destabilisieren und Teile des Landes annektieren zu wollen. Die Bundesregierung hat betont, sie werde deutschen Firmen die Teilnahme an dem am Donnerstag beginnenden Treffen nicht verbieten.

Einige Firmenchefs hatten bereits ihre Flüge nach St. Petersburg gestrichen. Als einziger Chef eines deutschen Großkonzerns hält der Metro-Vorstandsvorsitzende Olaf Koch noch an seiner Reise zu der Konferenz fest. Gerade in der aktuell schwierigen Situation sei es sinnvoll, den Dialog aufrecht zu erhalten, sagte ein Sprecher. Aus Deutschland wird den Veranstaltern des Forums zufolge auch TUI-Aufsichtsratschef Klaus Mangold nach Russland reisen.

Kommentare

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  1. lesefuchs sagt:

    Wie sagte damals die demokratische DDR Führung? Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Etwaige Ähnlichkeiten mit der USA Regierung heute sicher zufällig…

  2. MrFlare sagt:

    Es langt! – Die Bürokraten der EU und unsere reGIERung mischen sich schon genug in die Wirtschaft ein und beeinflussen offen und hintergründig.

    Und jetzt kommen die U(N)SA, die ja merken dass sie kurz vor dem „abnippeln“ sind nach allen Spionage, Besatzungs und Kriegstreiberaktionen und wollen unserer Wirtschaft noch vorschreiben, mit wem sie reden und wo Business gemacht werden soll. AMI go HOME! Damit meine ich nicht die masse der menschen in den USA sondern die reGIERung der USA.

    Wir sollten uns Stück für Stück von Anstiftern und Hetzern distanzieren und auch wirtschaftlich von allen Gr0sskotzmächgten unabhängug machen. Auch wenn uns das im ersten Schritt etwas kostet, wird es uns jahrhundertelang helfen.

    Und wir sollten uns von NIEMANDEM vorschreiben lassen was wir zu tun und zu lassen haben. Erst recht nicht von einem Imperium, dass einen Krieg nach dem Anderen mit Lügen und Betrug rechtfertigt und tausende Menschen mit Kampfdrohnen umbringt.

    Wachstum mit dern Hilfe braucht kein Mensch. Und Produkte aus den USA braucht auch kein Mensch. Wir sollten uns ein Beispiel (in vielen Punktn) bei Ländern wie der Schweiz oder Norwegen nehmen. Und Deutschland ist groß genug sich raushalten zu können und hat historisch allen Grund dazu sich rauszuhalten. Im Gegenzug ist Deutschland auch erwachsen genug keine U(N)SA als Besatzer mehr erdulden zu müssen. Basta. Die USA als Wirtschaftsparter sind nicht alternativlos!

  3. Hans von Atzigen sagt:

    Aktuell wird die Geschichte sehr selektiv zur Durchsetzung der jeweiligen Ziele und Absichten regelrecht missbraucht. Grundsätzlich sollte man aus der Geschichte lernen und diese nicht missbrauchen. Geschichte ist Vergangenheit und nicht nachträglich Korrigierbar. So fehlt es weitestgehend an einer angemessenen Würdigung der Leistungen die die vormalige UDSSR beim Niederringen des 3.Reiches geleistet hat.
    Den Beitrag hat im Grundsatz nicht der Kommunismus unter Stalin sondern über 20 Millionen einfacher Menschen geleistet.
    Der Ostblock als Folge des 2. Weltkrieges ist Geschichte auch der Kommunismus in Russland ist seit 25 Jahren Geschichte.
    Da übersehen leider zu viele, Russland ist erstmals in seiner Geschichte im Kernansatz demokratisch strukturiert. Auch hier fehlt es ganz massiv an einer angemessenen Würdigung.
    Entscheidend für die Zukunft:
    Aktuell geht der sog. Westen immer massiver auf Konfrontation gegen ein im Kern gewandeltes Russland.
    Ein Riesenfehler mit vorhersehbar verheerenden Folgen. Denn Russland ist ebenfalls im Kernansatz ein potentieller Geostrategischer Partner auf den der Westen nicht leichtfertig blind und blöd verzichten sollte. Schon gar nicht einen sinnlosen Konfrontationskurs aufbauen. Denn Russland ist dem Westen in vielerlei Hinsicht deutlich näher als andere Regionen auf dem Planeten.
    Eine friedliche Koexistenz ein Respektvolles nebeneinander ein Massvolles Miteinander währe da vor allem für die Geostrategischen Belange, für die Zukunft der deutlich bessere Weg. Ganz einfach eine im Grundsatz eindeutig LOKERE Strategische Partnerschaft im gemeinsamen Interesse. Darauf zu verzichten ist eine Verheerende Hypothek für die Zukunft.
    Tja wer zu spät erkennt und entsprechend agiert und handelt den Bestraft eine absehbare zukünftige möglicherweise grausame Realität.
    Mehr nüchterner Realitäts- Sinn und nüchterner Rationalismus und nicht blindes Geschrei währe da längst überfällig der bessere Weg.
    Freundliche Grüsse

  4. Alfons sagt:

    „Nicht hilfreich“ würde unsere Bundes-Oberraute AM-Erika im Einvernehmen mit ihrer transatlantischen Horch-und-Guck-Administration dazu sagen.

    Tja, soweit reicht das Recht auf „Frei-“ Handel denn doch nicht, wenn es unserem großen, allwissendem Besatzer-Bruder nicht gefällt.

  5. M.Krispin sagt:

    Langfristig duerfte der Russische Markt und China mehr fuer Europa bringen, als sich von diesen Kultur und Ethiklosen Cowboys bevormunden zu lassen. Vielleicht sollte mal jemand ueber die genetischen Veranlagungen der Mase der ehemaliegen Siedler und deren Herkunft eine Untersuchung betreiben. Mir scheint sehr oft das damals nicht genug IQ mit in der DNA vorhanden war. Das wuerde so manches Verhalten dieser US Vertreter erklaeren

    • Matta sagt:

      Gute Bemerkung!

    • Karl Hald sagt:

      Im 17. und 18. Jahrhundert haben die Briten alle Schwerverbrecher, derer sie habhaft wurden, nach Australien exportiert. Diejenigen, die sie nicht erwischt haben, sind nach Nordamerika geflohen. Dort haben diese moralisch beschädigten Menschen die einheimische Bevölkerung systematisch ermordet und sich nach und nach des gesamten Kontinents bemächtigt.
      Sie haben ihre moralischen Werte verteidigt.
      Später dann haben sie Millionen Bewohner Afrikas entführt und nach Nordamerika verschifft, damit die dort als Sklaven arbeiten.
      Sie haben damit nur ihre moralischen Werte verteidigt.
      Seit diesen Tagen hat sich bei den Amerikanern nicht viel verändert. Auch heute noch verteidigen sie die gleichen moralischen Werte. Wo immer und wann immer sie wollen. Die kennen das nicht anders. Die haben das in den Genen.

  6. paulchen im dresscode sagt:

    Alkohol E10, Fracking Gas/Oel etc. Nadelstreifen jetzt bitte aufpassen……..sonst kostet es wirklich richtig Arbeitsplätze und wird sauteuer. Eure Bonis sind dann auch i. A.

  7. franco wizzmann sagt:

    hallo ich bin der meinung dass die europäischen politiker sich viel zuviel,von den usa vordiktieren lassen,ok helfer und befreier 1945 aber muss die eu und deutschland der ewige sklave der usa sein,ich denke wir sind ein freies land,oder nur auf dem papier,demm die usa nutzen jede noch so kleine gelegenheit ihre millitärbasen in der eu und in anderen ländern zu erweitern,dass ist der grösste fehler denn die usa rücken russland immer mehrauf den leib,sprich bis an ihre grenzen,es war ein gutes verhältnis entstanden dass jetzt stückchenweise kaputtgemacht wird,herr obama sollte sich mal bessere berater zulegen ,und dass verhältnis mit herrn putin wieder wie es vorher so gut gewesen ist herstellen.der westen ist völlig verruckt russland mit sanktionen zu belegen,den wass hat die eu und die usa gemacht im irak,jugoslawien,ect,gegen internationales völkerrecht verstossen,wass haben wir mit der ukraine zu tun,nichts,ausser dass die nato grössenwahnsinnig geworden ist.gut dass es noch firmenmanager gibt die noch vernünftig sind und den durchblick haben.f.w.