Autozulieferer Stabilus schafft Sprung an die Börse

Der Börsengang des Koblenzer Gasfeder-Spezialisten hat 260 Millionen Euro gebracht. Es ist der bisher größte Börsengang dieses Jahres in Deutschland. Der Großteil des Geldes fließt an den Finanzinvestor Triton, der damit seinen Ausstieg bei Stabilus einleitet.

Der Koblenzer Autozulieferer Stabilus hat den Sprung an die Börse geschafft. Die Aktien des Gasfeder-Spezialisten wurden am Donnerstagabend zu 21,50 Euro zugeteilt, wie das Unternehmen mitteilte. Der Preis liegt in etwa in der Mitte der Preisspanne von 19 bis 25 Euro. Damit hat der Börsengang ein Volumen von 261 Millionen Euro und ist der bisher größte in Deutschland in diesem Jahr.

65 Millionen Euro gehen an das Unternehmen selbst, das damit einen Teil seiner Schulden zurückzahlen will. 196 Millionen Euro fließen an den Finanzinvestor Triton, der damit seinen Ausstieg bei Stabilus einleitet. Im ersten Schritt reduziert er seine Beteiligung auf 41 Prozent.

Am Freitag feiert Stabilus sein Börsendebüt in Frankfurt. Zum Ausgabepreis wird das Unternehmen mit 446 Millionen Euro bewertet. Begleitet wird der Börsengang federführend von JPMorgan und der Commerzbank. Die Neuemission sei mehrfach überzeichnet gewesen, erklärte Stabilus. Nur drei Prozent der Aktien gingen aber an private Aktionäre, der allergrößte Teil landete bei institutionellen Investoren.

Bisher hatte 2014 nur der 3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions bei einem Börsengang in Frankfurt neue Aktien verkauft. Sie legten innerhalb von zwei Wochen fast neun Prozent zu. Als nächster Börsenkandidat wird im Juni der Dachpfannen- und Schornstein-Hersteller Braas Monier erwartet.

Stabilus sieht sich mit einem Marktanteil von 70 Prozent als unangefochtene Nummer eins bei Gasdruckfedern für Autos, die in Heckklappen oder Motorhauben stecken, aber auch in Drehstühlen.

2012/13 (per Ende September) lag der Umsatz bei 460 Millionen Euro, 2013/14 soll er auf mehr als 500 Millionen Euro wachsen. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz bereits um zwölf Prozent. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) kletterte auf 21,2 (13,3) Millionen Euro.

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