EU-Staaten planen gemeinsame Sanktionen gegen Russland

Die EU-Staaten beraten über Wirtschafts-Sanktionen gegen Russland im Anschluss an die Ukraine-Wahl. Eine mildere Stufe wären Importverbote für Luxusgüter wie Wodka, Kaviar oder Diamanten. Doch auch ein Embargo auf russisches Gas wird in Brüssel diskutiert.

Kurz vor der Präsidentenwahl in der Ukraine suchen die EU-Staaten nach einer gemeinsamen Position für mögliche Wirtschaftssanktionen gegen Russland.

Erörtert werde als schärfste Stufe ein Embargo auf russische Gas- und Ölimporte sowie Verbote im Kapitalverkehr, sagten mit der Angelegenheit vertraute EU-Diplomaten der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.

In einer etwas milderen Stufe könne es Handelsbeschränkungen und ein Waffenembargo geben. Den Anfang könnten Einfuhrbeschränkungen für Luxusgüter wie Wodka, Kaviar oder Diamanten machen.

Die in einem zweiseitigen Dokument zusammengefassten möglichen Maßnahmen sollten von den EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Treffen am Dienstag in Brüssel erörtert werden.

In der Ukraine sind die Bürger am Sonntag zu Präsidentenwahlen aufgerufen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande hatten Russland Wirtschaftssanktionen angedroht, falls es die Wahlen im Nachbarland torpediere.

Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte am Freitag an, den Ausgang der Abstimmung in der Ukraine zu respektieren. Nach Angaben des wirtschaftlichen Beraters Putins hat der Kreml Gegenmaßnahmen für den Fall weiterer Sanktionen des Westens vorbereitet. Diese Maßnahmen seien in einem Geheimdokument dargelegt, sagte Putins Berater Andrej Belussow im russischen Staatsfernsehen.

Am Dienstag wollen sich die 28 EU-Staats- und Regierungschefs treffen, um das Ergebnis der Europawahl und der Präsidentenwahl in der Ukraine zu erörtern. Mit einer Entscheidung über bestimmte Sanktionen sei dabei aber nicht zu rechnen, sagten Diplomaten.

Vor allem die südeuropäischen EU-Länder fürchten durch harte Maßnahmen negative Auswirkungen auf die Konjunktur. Bisher haben die USA und die EU Sanktionen gegen Personen und einzelne Firmen aus Russland und der Ukraine verhängt.

Kommentare

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  1. MBeba sagt:

    Endlich wirken die Embargos und Russland kommt von seinen Verträgen frei. Die Russen sind schuldenfrei und können endlich Ihr Gas gegen harte währung verkaufen. Die Chinesen und Inder warten schon lange – endlich können diese Aufatmen Energy lieferungen aus Russland. die europäer sollen malochen für den Wohlstamnd der USA für einen währung die nur das Papier Wert ist.
    Frau Merkel jetzt kommen Sie aus der Einbahnstrasse nicht mehr raus. Europa wird in kosten versinken.

  2. TC sagt:

    Sorry, aber wer die Vollidioten und Huren des Kapitals in Brüssel auch noch wählt, der nichts nichts nichts begriffen!
    Die Laufburschen der Mafia wählt man nicht, die schmeißt man achtkantig aus dem Lokal!

    http://stopesm.blogspot.de/search/label/EU-Wahl

  3. Syssiphus sagt:

    Russland ist nicht Cuba,das werden unsere Traumtänzer bald merken.

  4. Monk sagt:

    Thema “ seltene Erden “

    Die Industrie hat ohne seltene Erden fertig !

    Und wer ist im Besitz von diesen besonderen Bodenschätzen ?

    Genau, Russland und China (zusammen ca. 80 % des weltweiten Abbaues)

    Liebe Sanktionisten, bitte mal nachdenken !