Französischer Stromversorger will deutsche AKW abreißen

Der französische Versorger Veolia will beim Abriss stillgelegter deutscher Atomkraftwerke mitmischen. Dieser Markt verspreche auf Jahrzehnte hin Arbeit, so der Konzern.

Der französische Versorger Veolia will beim Abriss stillgelegter deutscher Atomkraftwerke mitmischen. „In Deutschland ist dieses Potenzial sehr groß – das ist ein Markt, der auf Jahrzehnte hin Arbeit verspricht. Veolia kann dort sein gesamtes Know-how in Sachen Entsorgung, Abwasser und Energie einbringen“, sagte Deutschland-Chef Etienne Petit dem Magazin „Wirtschaftswoche“ laut einem Vorabbericht.

Der weltgrößte Anbieter für Wasserversorgung und Abfallwirtschaft führe derzeit Gespräche mit potenziellen Partnern, um das Geschäftsfeld in Deutschland zu entwickeln. Dabei wolle sich Veolia aber auf spezielle Dienstleistungen konzentrieren, die Entsorgung etwa von Uran komme für das Unternehmen nicht infrage. „Wir haben andere Stärken, etwa die Dekontamination von radioaktiv belastetem Wasser aus Kühl- und Sekundärkreisläufen.“

Die Bundesregierung hatte bekräftigt, dass die Verantwortung für Stilllegung und Abriss der Kraftwerke bei den Betreiberfirmen liege. Diese hatten wiederum der Politik eine Mitverantwortung für die Milliardenkosten beim Ausstieg der Atomkraft zugewiesen (mehr hier).

Die vier Atomkonzerne RWE, E.ON , Vattenfall und EnBW haben insgesamt rund 37 Milliarden Euro an Rückstellungen gebildet, mit denen der Abriss der Atomkraftwerke und die Lagerung des Atommülls bezahlt werden sollen.

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  1. Thomas Fischer sagt:

    … und danach kaufen wir französischen Atomstrom. Das kommt heraus, wenn Anwälte, Lehrer und Beamte ein Land regieren!