Ölfeld-Ausrüster CAToil hat stabile Aufträge aus Russland

Bei CAToil stieg der Gewinn im ersten Quartal um 32 Prozent auf 9,5 Millionen Euro. Der österreichische Konzern bohrt für große Ölkonzerne wie Gazprom, Lukoil oder Rosneft hauptsächlich in Russland und Kasachstan Ölfelder an. Die Nachfrage der Kunden sei solide, so CAToil.

Dem österreichischen Ölfeld-Ausrüster CAToil machen im Auftaktquartal der zum Euro schwache russische Rubel und widrige Wetterbedingungen in Westsibirien zu schaffen.

Der operative Gewinn (Ebitda) fiel um 13,1 Prozent auf 20,9 Millionen Euro, wie das im Nebenwerte-Segment SDax notierte Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Erlöse schrumpften um 8,3 Prozent auf 90,7 Millionen Euro. Doch dank eines deutlich geringeren Steueraufwands stieg der Gewinn unter dem Strich um 32,1 Prozent auf 9,5 Millionen Euro.

Nach anfänglichen Kursverlusten von fünf Prozent pendelten sich die CAToil-Papiere bei 19 Euro auf dem Niveau des Vortages ein.

Firmenchef Manfred Kastner sprach von einem herausfordernden, aber erfolgreichen ersten Quartal. „Mit dem klaren Ziel vor Augen, nachhaltig profitabel zu wachsen, halten wir an unserem Ausblick für 2014 fest“, sagte er. Bei einem Umsatz von 420 bis 450 Millionen Euro werde unverändert mit einem Ebitda von 113 bis 121 Millionen Euro gerechnet.

Der Prognose liegt ein durchschnittlicher Rubel-Euro-Wechselkurs von 48 zugrunde. Aktuell bekommt man für einen Euro knapp 47 Rubel. CAToil bohrt für große Ölkonzerne wie Gazprom, Lukoil oder Rosneft hauptsächlich in Russland und Kasachstan Ölfelder an. Die Nachfrage der Kunden sei solide und die Orderbücher gut gefüllt.

Zu schaffen macht der Firma die Abwertung der russischen Währung gegenüber dem Euro, da dies die Einnahmen in den Schlüsselmärkten nach der Umrechnung schmälert. „Die Entwicklung des Rubel ist etwas, was ich mir sehr genau ansehe“, sagte Finanzchef Ronald Harder bereits Ende April.

Darüber hinaus machten CAToil im Januar und Februar auch extrem niedrige Temperaturen in Westsibirien zu schaffen, die zu einer ungewöhnlich hohen Anzahl an Ausfalltagen führten.

Auch der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann (SBO) spürt in Russland derzeit keine Geschäftseinbußen. Der ebenfalls österreichische Konzern hat im Auftaktquartal von einer insgesamt anziehenden Nachfrage profitiert. Der Auftragseingang stieg im ersten Quartal um gut ein Fünftel auf 114 Millionen Euro (mehr hier).

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