Stromversorger EVN verdient weniger wegen warmem Winter

Das Betriebsergebnis des niederösterreichischen Energieversorgers EVN sank im Winterhalbjahr um 13 Prozent auf 185 Millionen Euro. Der Umsatz schrumpfte angesichts der milden Witterung um gut zehn Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro.

Der niederösterreichische Energieversorger EVN hat im ersten Halbjahr 2013/14 angesichts der milden Witterung und sinkender Strompreise operativ weniger verdient. Das Betriebsergebnis (Ebit) sank von Oktober bis Ende März um 13 Prozent auf 185 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz schrumpfte um gut zehn Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro.

Unter dem Strich stand jedoch ein 44 Prozent höherer Gewinn von 190 Millionen Euro. Im Vorjahr hatten hohe Abschreibungen das Ergebnis geschmälert. Für das laufende Geschäftsjahr (bis Ende September) erwartet EVN daher ebenfalls einen Gewinn über dem Vorjahresniveau von 115 Millionen Euro.

„Aufgrund der weiterhin bestehenden Verwerfungen an den Energiemärkten kann jedoch von einer Rückkehr auf das Niveau der letzten Jahre nicht ausgegangen werden“, erklärte das Unternehmen. Abhängig sei diese Prognose auch vom Ausgang diverser Streitigkeiten.

In Bulgarien hat der dortige Regulierer EVN im Streit um Strompreise mit einem Lizenzentzug gedroht. Die Aufsicht verlangt von EVN und anderen Stromversorgern die Rückzahlung staatlicher Subventionen.

Das Unternehmen bekräftigte, alle juristischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um seine Rechte zu wahren. In dem Zusammenhang werde auch ein bereits laufendes Verfahren vor einem internationalen Schiedsgericht bei der Weltbank weiterverfolgt.

In Russland streitet EVN mit der Stadt Moskau. Dabei geht es um eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, deren Betrieb die Stadt nun nicht ermöglicht und laut EVN ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

Weil der Konzern das Werk über eine Projektgesellschaft in Deutschland errichtet hat, will er nun deutsche Bundesgarantien für Direktinvestitionen im Ausland von bis zu 251 Millionen Euro geltend machen.

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