Nestle baut Geschäft mit Gesundheitsprodukten aus

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestle hat von Valeant die Rechte für mehrere medizinische Hautpflegeprodukte übernommen. Mit dem Ausbau seines Geschäfts mit Gesundheitsprodukten begegnet Nestle der sinkenden Nachfrage nach Süßigkeiten, Schokolade und Fertiggerichten.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestle treibt den Ausbau seines Geschäfts mit Gesundheitsprodukten mit einem Milliardenkauf voran. Vom kanadischen Pharmaunternehmen Valeant seien die Vermarktungsrechte in Nordamerika für mehrere medizinische Hautpflegeprodukte übernommen worden, teilte Nestle am Mittwoch mit.

Der Kaufpreis betrage 1,4 Milliarden Dollar in bar. Die Schweizer können damit künftig Produkte wie Restylane, Emervel, Dysport und Sculptra für korrigierende und ästhetische Behandlungen von Lippen, Falten und Narben in den USA und Kanada anbieten.

Die in Vevey am Genfersee ansässige Nestle sucht nach einem Ausweg aus der Wachstumsflaute. Süßigkeiten, Schokolade und Fertiggerichte wie Tütensuppen und Pizza des weltgrößten Lebensmittelkonzerns sind immer weniger gefragt.

Nestle-Chef Paul Bulcke setzt daher stärker auf den Markt für Gesundheitsprodukte. Im Februar hatten die Schweizer die bislang gemeinsam mit dem französischen Kosmetikkonzern L’Oreal betriebene Hautpflegefirma Galderma übernommen. Bulcke ließ damals durchblicken, dass mehr folgen könnte.

Valeant steckt in einem Übernahmekampf. Die Kanadier wollen den kalifornischen Botox-Hersteller Allergan kaufen, sind mit ihrem 47 Milliarden Dollar schweren Angebot bisher aber abgeblitzt.

An der Börse schlug der Zukauf keine großen Wellen. Die Nestle-Aktien notierten mit 69,60 Franken marginal über dem Vortagesniveau.

Kommentare

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  1. Tomanski sagt:

    WIESO NICHT DIREKT BEIERSDORF (NIVEA) UEBERNEHMEN…. ?
    DANN HAETTE MAN ENDLICH DEN GROSSEN WURF HINTER SICH……

    • h.j.liquor sagt:

      wenn die Leute gesundheitsbewusster mit ihren Nahrungsmitteln werden so werden sie es auch mit ihren Pflegeprodukten, deshalb kauft Nestle ja medizinische Produkte, da kommt man als Patient noch nicht so leicht vorbei